Nachrichtenthema: NOKIA Nokia
Nach Beijing-Zeit am 8. Mai berichtete IT-Journalist Zack Whittaker am Montag auf der ZDnet-Website, dass Nokia und RIM derzeit wie im gleichen Boot sitzen. Beide Unternehmen verzeichnen einen erheblichen Rückgang von Marktanteilen und Unternehmenswerten. Die Frage ist, wer zuerst fallen wird? Hier ist eine Zusammenfassung des Artikels:
Ohne Zweifel steckt der BlackBerry-Hersteller RIM in Schwierigkeiten. Nicht nur, dass die Richtung verloren gegangen ist, es mangelt auch an Innovation. Das Unternehmen setzt derzeit fast alle Hoffnungen auf das bald erscheinende BlackBerry 10 Betriebssystem.
Dennoch bleibt RIM im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, nicht Nokia. Die Themen, über die über Nokia gesprochen wird, beschränken sich ebenfalls auf die Verkäufe der Lumia-Handys, nicht auf das Unternehmen selbst, das sich in stürmischer Lage befindet.
Vergleicht man die beiden Unternehmen, so hat Nokia in den vergangenen fünf Jahren deutlich schlechter abgeschnitten als RIM.
In den letzten 12 Monaten ist der Aktienkurs von RIM um mehr als 70 % gefallen. Innerhalb der letzten drei Jahre sank der Marktwert von RIM von 78 Milliarden US-Dollar auf 6,3 Milliarden US-Dollar.
In den vergangenen fünf Jahren hingegen fiel der Aktienkurs von Nokia um 90 %, und der Marktwert stürzte in vier Jahren von 151 Milliarden US-Dollar auf 11,8 Milliarden US-Dollar ab.
Im Vergleich dazu blieb der Aktienkurs von Microsoft relativ stabil, trotz der globalen Finanzkrise von 2008 bis 2010. Apple dagegen zeigte eine besonders starke Performance, der Aktienkurs stieg um das Vierfache.
Der Rückgang von RIM geschieht schneller als bei Nokia, aber Nokia verlor einen größeren Marktwert. Dass die Abnahme langsamer erfolgt, zeigt, dass Nokia sich stets bemüht hat, wieder an die Spitze zu gelangen.
Angesichts der Zusammenarbeit von Microsoft und Nokia im Smartphone-Markt könnte Microsoft letztlich Nokia zu Hilfe kommen. Kürzlich gab es auch Meldungen, dass Nokia-CEO Stephen Elop möglicherweise finanzielle Unterstützung von Microsoft suchen könnte.
Einige Analysten glauben, dass es möglich ist, dass Microsoft Nokia Milliarden von Dollar bereitstellt, aber eine vollständige Übernahme von Nokia ist eher unwahrscheinlich. Brancheninsider Mary Jo Foley, die Microsoft langfristig verfolgt, sagte, Microsoft werde weder RIM noch Nokia kaufen, aber Unterstützung für Nokia sei möglich.
Als Gegenleistung für die Nutzung der Windows-Phone-Plattform zahlt Microsoft jedes Jahr 1 Milliarde US-Dollar an Nokia. Dies zeigt den Entschluss von Microsoft, in den Smartphone-Markt einzutreten, und dass Microsoft nicht bereit ist, diesen Markt Apple und Google zu überlassen.Gleichzeitig ist auch Samsung Electronics im Aufstieg begriffen. Obwohl die Daten der verschiedenen Marktforschungsunternehmen nicht vollständig übereinstimmen, hat Samsung weltweit gesehen den Nokia-Verkaufszahlen für Handys bereits den Rang abgelaufen und steht an erster Stelle. Doch J.K. Shin, Präsident des Samsung Mobile-Geschäfts, hat bereits erklärt, dass Samsung nicht beabsichtigt, RIM zu übernehmen. Zuvor gab es Gerüchte, dass Samsung an RIM interessiert sein könnte. RIM mag vielleicht dem Untergang geweiht sein, aber es gibt dennoch einen Ausweg. Wenn RIM nicht mit BlackBerry 10 wieder auf die Beine kommt, kann das Unternehmen an Dritte verkauft werden. Die kanadische Regierung hat ebenfalls erklärt, dass sie einen Verkauf an ein ausländisches Unternehmen nicht verhindern würde. Darüber hinaus besitzt RIM noch umfangreiche Infrastrukturgeschäfte, die potenziell ein Übernahmeziel für Apple darstellen könnten, da letzteres die iMessage-Plattform vorantreibt. Nokia hingegen hat nur einen Backup-Plan: den Verkauf. Text / Tencent Technology *Der Inhalt dieses Beitrags stammt von: cnBeat*