Neunschwänzige Füchsin 3

Das Originalplakat: Gaunermeister@Sommer Ansichten: 211 Antworten: 4 Gepostet in: 2012-05-11 17:36:10
In ihrem Herzen dachte sie ständig an den Satz, den die neunte Schwester ihr im Traum gesagt hatte: „Wann wirst du wirklich in die Menschenwelt gehen, um es zu verstehen…?“ Vielleicht sollte sie wirklich dorthin gehen und nachsehen, dachte Qingcheng. Wenn die neunte Schwester sie täuschen würde, würde sie sowieso später zurückkommen, schließlich konnte sie, auch wenn sie die Augen schloss, den Weg zurück zu ihrem Haus in diesem großen Berg finden.

An diesem Tag war die Gelegenheit endlich gekommen. Gerade an diesem Mittag rief Qingchengs Vater sie hustend in sein Zimmer und sagte: „Qingcheng, mein Körper ist jetzt wirklich nicht mehr in Ordnung.“

„Vater, was möchten Sie sagen?“ sagte Qingcheng. „Tochter hört zu.“

„Qingcheng,“ hustete ihr Vater erneut, „ich möchte, dass du den Berg hinuntergehst und etwas Heilkräuter aus der Menschenwelt holst, aber… ich mache mir ein wenig Sorgen…“

In die Menschenwelt, um Kräuter zu holen? Qingchengs Herz schlug unwillkürlich schneller.

„Vater, wovor machst du dir Sorgen?“ fragte Qingcheng, obwohl sie es schon wusste – sie stellte die Frage nur rhetorisch, weil sie schon wusste, dass ihr Vater als Nächstes lang und ausschweifend besorgt sein würde.

„Qingcheng,“ begann ihr Vater tatsächlich ausführlich zu erklären, „deine neun Schwestern hören nicht auf mich. Sie wollen mich extra ärgern. Sie wissen genau, dass mein Körper nur noch aus diesen Knochen besteht, aber trotzdem widersprechen sie mir absichtlich. Qingcheng, ich weiß, dass du die bravste und gehorsamste bist. Auch wenn ich dir nun erlaube, den Berg hinunterzugehen, um Kräuter zu holen, musst du nach dem Sammeln sofort zurückkehren. Bleib auf keinen Fall länger in der Menschenwelt, besonders darfst du nicht mit den Männern dort flirten. Die Männer in der Menschenwelt benutzen alle schmeichelnde Worte, um euch zu täuschen. Wenn du einmal hineingeraten solltest, könnten die Folgen verheerend sein. Qingcheng, lass dich auf keinen Fall von ihnen verführen. Kein Mann in der Menschenwelt ist gut…“

„Oh, Vater, ich habe es verstanden. Ich verspreche es Ihnen,“ sagte Qingcheng, obwohl sie wusste, dass sie wieder einmal etwas sagte, was sie insgeheim nicht meinte. Sie konnte es jetzt im Traum kaum erwarten, die Menschenwelt zu sehen, besonders um die Männer dort kennenzulernen! Je mehr ihr Vater ihr das verbot, desto rebellischer fühlte sie sich – sie war erst neunhundert Jahre alt und steckte in der jugendlichen Rebellionsphase der Fuchswelt.

„Gut, Qingcheng, nun bin ich beruhigt,“ hustete ihr Vater erneut und sagte, „ich weiß, dass du die bravste bist…“

„Vater, dann gehe ich jetzt los.“In dem Moment, als sie die Tür zum Fuchsbau hinter sich ließ, schlug Qinchengs Herz fast bis zum Hals. Es war schließlich das erste Mal, dass sie in die Menschenwelt ging, und alles draußen war für sie eine vollkommen neue, aufregende Welt. Aber Qincheng hatte nicht vor, lange in der Menschenwelt zu bleiben. Sie wollte nur einmal sehen, wie es dort aussieht, wie die Männer aussehen, und dann wieder zurückkehren. Schließlich war der Zustand ihres Vaters schon so ernst, dass eine verspätete Rückkehr womöglich seine Krankheit verschlimmern könnte. Als Qincheng den Berghang hinunterging und zum ersten Mal die wohlhabende Stadt sah, war sie regelrecht überwältigt! Erst jetzt verstand sie, wie richtig die Worte ihrer Schwester im Traum gewesen waren! Es gab in der Menschenwelt wirklich so viele seltsame Lebensmittel, hier waren Häuser und Geschäfte eng aneinander gereiht, Menschenströme und Pferdekutschen flossen ununterbrochen, und es gab viele Snacks in allen möglichen Variationen, die sie vorher weder gesehen noch gegessen hatte. Schon ihr Aussehen war äußerst verlockend. Qincheng wollte am liebsten etwas kaufen und probieren, aber sie wusste, dass das Geld, das ihr Vater ihr gegeben hatte, nur für Medizin reichte, also biss sie die Zähne zusammen und schluckte nur ihren Speichel hinunter. Genug, genug, es war besser, schnell in die Apotheke zu gehen und die Medizin zu holen, um die wichtige Aufgabe nicht zu verzögern. Hatte ihr Vater nicht gesagt, nach dem Holen der Medizin schnell zurückzukehren und sich keinesfalls zu lange draußen aufzuhalten? In der Apotheke übergab Qincheng dem Angestellten das Rezept. Gerade als sie nach der Bezahlung hinausgehen wollte, wäre sie beinahe mit einem Mann zusammengestoßen, der hastig die Apotheke betrat. Qincheng wollte ihn fast böse anfahren, weil er sie fast angerempelt und dabei beinahe ihre Unschuld berührt hatte. Doch als sie ihn noch einmal ansah, vergab sie ihm innerlich. Denn der Mann trug auf seinem Rücken eine ältere Frau, die den Kopf hängen ließ, als sei sie sehr krank.
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Wie bin ich hier? Qingcheng?
Qingcheng, niedlich beim Arbeiten... 图片
Stehen oben nicht die beiden Wörter 'Qingcheng'?
Ausleihen kostet doch nichts, oder!
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