1. Rotes Kleid\Diese Geschichte wurde von einem Freund in der Katzen-Geistergeschichten-Rubrik beigetragen und erzählt eine Geschichte aus dem Schlafsaal der Schule:\Unsere Schule ist eine Fremdsprachenschule, und es kam nachts oft vor, dass eine Frau in roter Kleidung spätabends an den Türen verkaufte. Niemand wusste, wie sie die Kontrollen im Erdgeschoss umgehen konnte. Sie kam jede Nacht, klopfte an jede Tür, und wenn jemand öffnete, fragte sie: ‚Willst du ein rotes Kleid?‘ Da die Mädchen durch das ständige Klopfen sehr wütend wurden, riefen sie laut ‚Nein, danke!‘. So ging es mehrere Nächte hintereinander. Eines Abends kam die Frau wieder. Klopf! Klopf! In diesem Moment öffnete sich die Tür, und ein Mädchen stürmte heraus und schrie sie an: ‚Welches rote Kleid? Ich nehme alles. Wie viel kostet es?‘\Die Frau lächelte, drehte sich um und ging, ohne ihr ein rotes Kleid zu geben. In dieser Nacht schliefen alle gut, und niemand klopfte wieder an die Tür. Am nächsten Morgen standen alle im Schlafsaal auf, nur das Mädchen, das die Frau angeschrien hatte, war noch nicht aufgewacht. Ihre Mitschülerinnen zogen ihre Decke weg und sahen, dass sie völlig rot war; die Haut an ihrem Oberkörper war aufgerissen. Blut floss über ihren Körper, und es sah so aus, als hätte sie ein rotes Kleid getragen.\2. Toilettenpapier im Damenklo\Auch dies ist eine Geschichte aus dem Mädchen-Schlafsaal.\Ein Mädchen ging nachts auf die Toilette. Da es sehr spät war, ging sie alleine und hatte große Angst. Aber weil ihr Magen durch etwas, das sie abends gegessen hatte, sehr schmerzte und sie es nicht aushalten konnte, musste sie zitternd und ängstlich gehen.\Die Toilette war eine alte, seit der Anfangszeit der Schule bestehende Toilette. Kaum hatte das Mädchen sich hingesetzt, streckten sich hinter ihr blasse Hände aus. Sie erschrak sehr und sah, dass die Hände zwei Blätter Papier hielten, eines weiß, das andere gelb. Eine schreckliche Stimme sagte: ‚Wähle eines, das weiße oder das gelbe.‘ Das Mädchen hatte große Angst und fragte: ‚Wer bist du?‘„Weiße oder gelbe?“ „Warum musst du wählen?“ „Wähl einfach eine.“ Das Mädchen konnte nichts machen und wählte schließlich eine weiße. Ihre Stimme lachte: „Weiß drei Tage, gelb sieben Tage.“ Dann verschwand sie. Das Mädchen öffnete die Tür, aber draußen war nichts. Sie war erschrocken und rannte zurück ins Wohnheim, um ihren Freunden davon zu erzählen. Die Freunde lachten über sie und sagten, sie sei zu nervös, ihr Nervensystem sei gestört. Sie bestand darauf, dass sie zu der Zeit vollkommen klar im Kopf gewesen sei. Nach einer Diskussion kamen alle zu dem Schluss, dass nichts passieren würde.\ Aber nach drei Tagen starb das Mädchen auf unerklärliche Weise. Niemand wusste, warum sie gestorben war, auf ihrer Todesursache stand „Ursache unbekannt“. Nur ihre Mitschüler wussten, was passiert war. Seitdem wagte niemand mehr, nachts allein zur Toilette zu gehen.
\ Drei, Der Spiegel in der Leichenhalle\ An einer medizinischen Fakultät, um die Studenten zu qualifizieren, wurde festgelegt, dass während der Abschlussprüfung jedes Semesters ein Student eine Nacht allein in der Leichenhalle verbringen musste. Obwohl diese Prüfung unmenschlich erschien, bestand die Schulleitung darauf.\ Diesmal war Ame an der Reihe, die sich immer als sehr mutig bezeichnete. Ame prahlte in der Schule stets mit ihrem Mut und war Autorin von Geistergeschichten auf Foren wie Mop und anderen, die es genoss, Leser zu erschrecken. Sie hatte schon immer gesagt, dass sie diese Prüfung nicht ernst nehmen würde, doch als die Schulleitung ankündigte, dass sie heute dran sei, brach ihr trotzdem der kalte Schweiß aus. Schließlich sollte sie eine ganze Nacht allein in der finsteren Leichenhalle verbringen, ohne Licht anzumachen…\ Am Abend wurde Ame in die Leichenhalle gebracht, und mit einem Knall fiel die Tür ins Schloss. Plötzlich war alles stockfinster und sie konnte nichts sehen. Ame kuschelte sich in eine Ecke des Raums. Als sie daran dachte, dass sie von Leichen umgeben war, kribbelte ihr sofort die Kopfhaut… Nach einiger Zeit fiel Mondlicht hinein. Im Schein des Mondes entdeckte Ame, dass an der Wand der Leichenhalle tatsächlich ein Spiegel hing. Also begann sie vor dem Spiegel zu singen. Sie sang und sang, bis die Sonne aufging…