Kürzlich berichtete eine Studie, die in „New Scientist“ veröffentlicht wurde, dass man, um im Spiel „Schere, Stein, Papier“ zu gewinnen, versuchen sollte, die Augen zu schließen. Das Schließen der Augen könnte helfen, das unbewusste Nachahmen der Handlungen anderer zu kontrollieren. Richard Cook von der University of London und seine Kollegen ließen 45 Erwachsene mehrere Runden „Schere, Stein, Papier“ spielen, wobei bei zwei Spielern entweder einer oder beide die Augen verbunden wurden. Wenn eine Person die Augen verbunden hatte, nahmen die Unentschieden deutlich zu, aber die Person mit verbundenen Augen gewann eher als die sehende Person. Richard Cook fand heraus, dass der sehende Spieler oft etwa 200 Millisekunden später die Aktion ausführte als der Spieler mit verbundenen Augen, was darauf hindeutet, dass Menschen während des Spiels unbewusst die Bewegung des anderen nachahmen. Psychologen am Alfred Hospital in Melbourne, Australien, erklärten, dass diese Nachahmung „nicht kontrollierbar“ ist, was auch zeigt, dass wir schnell von Menschen in unserer Umgebung beeinflusst werden können.
Wenn eine Partei beim Schere-Stein-Papier-Spiel die Augen verbunden hat, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens deutlich. Richard Cooks Forschung an der University of London zeigte außerdem ein interessantes Phänomen: In Spielen, bei denen ein Spieler die Augen geöffnet und der andere die Augen verbunden hatte, stieg die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens stark an; der sehende Spieler führte seine „Züge“ etwa 200 Millisekunden später aus als der Spieler mit verbundenen Augen. Normalerweise sollte ein späterer Zug ein Vorteil sein, warum führt er dann zu einer sinkenden Gewinnrate und mehr Unentschieden? Richard Cook vermutete in seiner Studie, dass dies bedeutet, dass wir, wenn wir die Handbewegung des Gegners sehen, unbewusst und spontan nachahmen, was den Anstieg der Unentschieden erklärt; die sehende Partei könnte dadurch „verwirrt“ werden und das Spiel verlieren.
„Der Ausdruck ‚ohne Strategie gewinnen‘ bedeutet genau das“, erzählte Chen Huaiyong, Leiter der psychologischen Beratung Dalian Xinhai Coast, den Reportern. Bei Kartenspielen oder Mahjong nutzen die Menschen oft verschiedene Strategien, um den Gegner zu besiegen, aber oft gewinnt am Ende derjenige, der nicht nach Schema spielt.
„Dies ist ein einfaches psychologisches Prinzip, das wir als Einfluss der psychologischen Verarbeitung bezeichnen.“ sagte Chen Huaiyong. Dies bezeichnet den psychologischen Prozess von Spiel und Entscheidung, der zum Bereich der Managementpsychologie gehört, und es gibt in der Wissenschaft ähnliche Experimente. Spieler mit verbundenen Augen haben keine Aufmerksamkeitsverarbeitung und verarbeiten auch nicht die Emotionen des anderen; sie treffen einfach Entscheidungen, im Gehirn läuft nur der Entscheidungsprozess ab und dann folgt die Handlung.Blinde Spieler haben zwei psychologische Prozesse weniger: einen ist der Aufmerksamkeitsprozess, der andere der Schlussfolgerungsprozess zur Bewertung von Emotionen. Psychologische Aktivitäten zeigen sich im Leistungssport am deutlichsten darin, dass je komplexer die mentale Verarbeitung ist, desto mehr störende Faktoren entstehen, was es leichter macht, bei Urteilen und Entscheidungen Fehler zu machen.
Im Internet kursierende Ratschläge zum immer Gewinn beim Schere-Stein-Papier-Spiel sind nicht vollständig wirksam.
Außerdem wird online ein angeblich von ausländischen hochintelligenten Personen erstelltes „Unbesiegbares Schere-Stein-Papier-System“ geteilt, das sieben große Gewinnstrategien enthält.
Strategie eins: Stein zu Beginn. Männer neigen dazu, beim ersten Zug immer die Faust zu wählen. Wenn du also mit einem Mann spielst, kannst du beim ersten Mal versuchen, Papier zu spielen.
Strategie zwei: Schere in Bereitschaft. Aufbauend darauf wird ein erfahrener Spieler beim ersten Zug Papier wählen. Wenn du auf so einen Spieler triffst, kannst du Schere spielen.
Strategie drei: Zwei Mal Stein. Wenn dein Gegner zweimal hintereinander Stein gespielt hat, kannst du daraus schließen, dass er beim nächsten Mal Schere oder Papier spielen wird. Menschen mögen es nicht, vorhersehbar zu sein, daher werden sie nicht dreimal hintereinander dasselbe Zeichen zeigen.
Strategie vier: Nachäffen. Unerfahrene Spieler neigen oft unbewusst dazu, deinen letzten Zug zu imitieren. So kannst du den entsprechenden Zug spielen, um zu gewinnen.
Strategie fünf: Beobachte die Finger. Beobachte die Finger deines Gegners sorgfältig, wenn er seinen Zug vorbereitet. Stein: Alle Finger sind geschlossen; Papier: Alle Finger sind entspannt; Schere: Es sind nur zwei Finger entspannt.
Strategie sechs: Direkt Papier spielen. Wenn eine Vorhersage nicht möglich ist, spiele direkt Papier. Denn statistisch liegt die Wahrscheinlichkeit für Papier bei 29,6 %, für Stein bei 35,4 % und für Schere bei 35 %.
Strategie sieben: Beobachte vor dem Spiel. Beobachte, wie dein Gegner gegen andere spielt. Hat er eine Präferenz für bestimmte Züge? Gibt es ein festes Muster in seiner Zugsabfolge? Darauf basierend kannst du eine Strategie entwickeln.
Nach einem praktischen Test dieser sieben großen Gewinnstrategien stellten sich zwar die Spieler, die die Strategien anwendeten, als erfolgreichere Ergebnisse ein, doch sie sind nicht vollständig wirksam und haben einen fatalen Nachteil: Wenn dein Gegner diese Strategien ebenfalls kennt, geht alles wieder von vorne los.