Herr Silva und Herr Pereira sind sehr gute Freunde. An einem Sonntagabend tranken sie in Herrn Silvas Wohnung Bier.
Beide Herren sind unverheiratet, daher haben sie jeweils eine Dienerin eingestellt, die sich um ihr Haus kümmert und manchmal auch Besorgungen für sie erledigt.
Nach ein paar Gläsern Bier lenkten sie das Gespräch auf ihre Diener. Herr Pereira sagte, sein Diener Banda müsse wohl der dümmste Diener der ganzen Welt sein.
„Ach, wenn du beweisen kannst, dass Banda dümmer ist als mein Diener Zongda, schwöre ich, dass ich nie wieder lügen werde,“ sagte Herr Silva.
„Gut, das werde ich dir beweisen.“ Damit rief Herr Pereira seinen Diener, gab ihm 10 Rupien und sagte: „Banda, nimm dieses Geld und geh zum Autohaus an der Straßenecke, und kaufe mir ein Auto.“ Banda ging aufgeregt los.
„Herr Pereira, sehen Sie, wie dumm mein Diener ist!“
„Hm, glauben Sie, das sei genug dumm? Warten Sie ab, bis Sie meinen Diener sehen.“ Herr Silva rief Zongda und gab ihm zwei Rupien. „Nimm dieses Geld, fahr ins Büro und frag dort meinen Sekretär, ob ich im Büro bin.“
„Kein Problem, Herr.“ Zongda nahm das Geld und verließ das Haus.
Nachdem die Diener gegangen waren, begannen die beiden Herren erneut zu streiten; sie versuchten beide aufs Äußerste, den anderen davon zu überzeugen, dass ihr eigener Diener der dümmste der Welt sei. Inzwischen waren Banda und Zongda draußen unterwegs, um für ihre Herren zu arbeiten. An einer Straßenecke trafen die beiden Diener zufällig aufeinander.
„Zongda, hast du es gesehen?“ sagte Banda, „ich glaube, mein Herr ist der dümmste der Welt.“
„Nein, Banda, mein Herr ist derjenige, der der dümmste der Welt ist.“
„Zongda, sieh, wie dumm mein Herr ist, er hat mir gerade 10 Rupien gegeben, um ihm ein Auto zu kaufen! Dieser Dummkopf, weiß er nicht, dass das Autohaus sonntags geschlossen ist?“
„Meinst du, das sei schon dumm genug? Mein Herr hat mir gerade zwei Rupien gegeben, um zu seinem Büro zu gehen und zu sehen, ob er da ist. Dieser Dummkopf weiß nicht, dass ein Anruf ins Büro nur eine Rupie kostet und nicht zwei notwendig gewesen wären.Kleine Anmerkung: Menschen betrachten Probleme immer aus ihrer eigenen Perspektive und machen oft unabsichtlich dumme Dinge, auch wenn sie manchmal andere für dumm halten... Unausgesprochene Dinge werden beim Austausch mit verschiedenen Menschen durch unterschiedliche Blickwinkel beeinflusst.