Spezialeinheiten im Kaiserpalast, angekommen! (3)

Das Originalplakat: Manchmal ist das Loslassen eine Erleichterung Ansichten: 268 Antworten: 1 Gepostet in: 2013-03-19 16:11:40
Kapitel 3 Mit Renminbi gebackene Süßkartoffeln tauschen

Die Hauptstadt des Yuxin-Kaiserreichs war voller Leben, besonders am Tag.

Tang Lin schritt wie ein zielloser Geist die Straße entlang, hatte heute jedoch ihre Ausrüstung abgelegt, die abgenommene Tarnjacke um die Hüfte gebunden. Sie trug ein rundhalsiges, kurzärmeliges olivgrünes Militärt-Shirt, das ihre weiße, zarte Arme freilegte, unten trug sie immer noch ihre Tarnhose, die sie nicht gewechselt hatte, weiterhin mit getarntem Gesicht und Tarnmütze. Auf dem Rücken trug sie einen dicken Tarnrucksack, in einer Hand eine leise Pistole, in der anderen einen Kompass, und ging die Straße immer weiter nach Süden.

Nach der letzten Nacht im Freien hatte sie nichts gegessen. Gestern Nacht hatte sie keinen Hunger verspürt, doch beim Anblick der am Straßenrand aufgebauten gebackenen Süßkartoffelstände knurrte ihr Magen nun heftig.

Tang Lin blieb stehen und blickte verwirrt um sich: belebte Gasthäuser, rufende Straßenhändler, Künstler, die von Kreisen von Zuschauern umringt waren, vorbeigehende Männer, Frauen und Kinder warfen ihr neugierige Blicke zu, da ihre Kleidung zu ungewöhnlich war.

„Kunde, eine Süßkartoffel?“ rief ein alter kräftiger Mann von hinten.

Tang Lin drehte sich um und blickte den alten kräftigen Mann an. Sein freundliches Lächeln veranlasste sie, ihm ein noch freundlicheres Lächeln zu schenken. Ihr Blick fiel auf die schon leicht dunkel gebackenen Süßkartoffeln, und sie konnte nicht umhin, mit den Lippen zu schmatzen. Früher bei Überlebenstraining in der Wildnis war das Backen von Süßkartoffeln eine übliche Mahlzeit. Die Kombination aus knuspriger Süße und weichem Inneren ließ jeden Überlebenssoldaten in der Wildnis schwärmen, sie eingeschlossen.

Der alte kräftige Mann sagte leise: „Kunde, wollen Sie eine?“

Tang Lin steckte die Pistole wieder in den Holster an ihrer Hüfte, nahm den prall gefüllten Tarnrucksack auf dem Rücken ab und öffnete das innerste Fach. Unter neugierigen Blicken des alten Mannes griff sie in den Rucksack und holte das grün karierte Portemonnaie heraus.

Allein das Aussehen dieses Portemonnaies deutete auf eine seltene Sache hin, und der alte Mann konnte nicht umhin, es zu bewundern: „Kunde, dieses Ding von Ihnen muss doch etwas sehr Seltenes auf der Welt sein, oder?“

„Hm,“ Tang Lin zuckte nur resigniert mit den Lippen und erklärte dem alten Mann nichts weiter. Sie öffnete das Portemonnaie, in dem sich einige hundert Yuan-Banknoten und ein paar Bankkarten befanden, sonst war nichts darin.Die leuchtend roten Hunderte-Yuan-Scheine fesselten die alten Augen des muskulösen Mannes. „Gast, was ist das für rotes Papier? Es sieht wirklich schön aus!“ Tang Lin war einen Moment lang überrascht, zog heimlich die Augenbraue hoch, und ein schelmisches Funkeln huschte durch ihre Augen. „Alter Herr, wenn ich Ihnen einen gebe, könnten Sie mir dafür eine Süßkartoffel geben?“ Der muskulöse Mann war nicht dumm und durchschaute Tang Lins Absicht. „Du hast doch nicht etwa kein Geld, um mir etwas zu geben, oder?“ „Alter Herr, wo denken Sie hin,“ antwortete Tang Lin, um ihre Scham zu verbergen. Sie deutete auf die leuchtend roten Hunderte-Yuan-Scheine in ihrer Geldbörse: „Auch das sind Geldscheine. Bei uns könnten Sie damit all Ihre gebackenen Süßkartoffeln kaufen. Aber hier bei Ihnen ist es derzeit nutzlos, doch es ist es wert, dass Sie es aufbewahren!“ Der muskulöse Mann schnaubte abschätzig. „Für alte Leute wie mich dauert es Monate, bis ich nur eine Süßkartoffel auf dem Markt vorzeigen kann. Eine Süßkartoffel zu bewahren ist viel wertvoller als ein nutzloser Schein.“ Tang Lin präzisierte: „Also, Alter Herr, wollen Sie nicht tauschen?“ Der muskulöse Mann wurde ernst: „Bei deinem Auftreten scheint es so, als ob du versuchen würdest, mir, dem alten Mann, die Süßkartoffel gewaltsam wegzunehmen!“ Tang Lin zog sofort die Füße zurück, streckte die Brust raus und nahm militärische Haltung ein. Ernst sagte sie: „Als Soldatin kann man nicht die Sachen anderer erzwingen, das wäre unmoralisch. Als Soldatin darf man solche niedrigen Fehler nicht begehen.“ Dann beugte sie sich hin, steckte die Geldbörse in ihre Tasche, zog den Reißverschluss zu, setzte die Tasche wieder auf den Rücken und ging weg. „Heh,“ machte der alte Mann. Tang Lin drehte sich um und sah, dass der alte Mann bereits die duftende Süßkartoffel eingepackt hatte und sie ihr entgegenhielt, das Gesicht erfüllt von einem warmen, freundlichen Lächeln. Dieses Lächeln ließ sie die Nase kribbeln, und sie fühlte eine Flut von Emotionen. Wirklich, man trifft unterwegs großzügige Menschen. „Alter Herr…“
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