Stern·Schnee·Feuer

Das Originalplakat: einfach Ansichten: 177 Antworten: 2 Gepostet in: 2013-03-22 01:45:39
Für jemanden, der im Schnee lebt und Tag für Tag die Schneelandschaft betrachtet, ist der Schnee ein Buch, das darauf wartet, gelesen zu werden. Wenn der Wind weht, blättern die Seiten, die Charaktere ändern sich, die kombinierten Bilder verändern sich, doch die Sprache bleibt dieselbe. Dies ist eine Geistersprache, eine Sprache von Dingen, die verloren sind und doch zurückkehren werden... Über zwanzig Jahre hinweg habe ich regelmäßig in der Alaskas Innenland entlang Strecken Fallen aufgestellt, um zu jagen. Dies ist ein alter, hartnäckiger Traum, ein Traum, genährt von alten Geschichten und abgenutzten Büchern... Schließlich hatte er das Gefühl, dass er die Menschen sehen musste. Kein Gespräch war nötig, das wäre zu viel gewesen, nur die Menschen sehen. Für einen Moment bei einem anderen Menschen sein. Er wusste, dass an einem anderen Bach, nach einem langen Tag Gehen, ein anderer Fallensteller zu treffen wäre. In diesem Moment war ich froh, dass ich keinen anderen Hund mitgebracht hatte, denn dieser Hund hätte möglicherweise sofort laut bellend zum Bach gerannt, um dem Bären nachzujagen. Ich war dankbar für dieses ruhige, gefügige Tier, das neben meinen Füßen saß, dessen Fell an den Schultern aufgestellt war, während seine Nase stetig zuckte. In den Jahren nach jenem Nachmittag, um mein Leben im Wald abwechslungsreicher und vollständiger zu gestalten, brannte ich viele Stachelschweine, lebte im Hof zwischen Ästen und ließ nach der gelernten Methode die Stacheln verkohlen, um sie dann mit Ästen zu entfernen. Doch mein eigener Hund saß daneben und schaute zu. Ich erinnere mich an einen Herbst vor vielen Jahren, als Campbell auf einem Feldbett in einer Hütte am See lag, eine Bibel in der Hand hielt und lesen wollte, aber bald einschlief, die Bibel fiel ihm auf die Brust... Nacht für Nacht las er dieselbe Seite, tat nichts weiter, und selbst als namenloser Soldat wäre dies ein gutes Leben. Ruhig wie ein Stein im Sonnenlicht, Holz fällen, Holz spalten, Feuer machen, um sich zu wärmen, Schnee und Eis zu Wasser schmelzen... All dies, das Streben nach dem Leben, das Streben nach Dingen, ist endlos. Der Winter rückte dunkel Schritt für Schritt näher, auf den Hügeln lagen Schnee und Wind, dies ist ein Misserntejahr, in dieser Region gibt es kaum noch Hasen. Vor zwei Jahren, in Birken- und Erlenwäldern, waren überall Hasen... In dieser Region gibt es Wölfe. Doch auch diese Wölfe sind wie Schatten.Auf dem dünnen Herbstschnee tauchen gelegentlich Spuren auf, eine ferne Stimme, eine Erscheinung im Mondlicht; manchmal verschwinden Menschen im fernen Norden, und von da an hört man nie wieder von ihnen... \ Verschwinden, Erscheinungen, nur einige Hinweise oder gar keine Hinweise. Meistens ist es kein Mord, kein vorsätzliches Verbrechen, um Menschen zu bestrafen... \ Die Menschen verschwinden einfach, wie der alte Mann, den ich kannte, der immer wieder viele gleiche Geschichten erzählte. Wenig veränderte Details und immer an denselben Orten, lachend in großer Heiterkeit. \ Aber diese Geschichte ist anders, er hat sie nur einmal erzählt, ich hörte sie nie wieder. \ Als er die Geschichte erzählte, dachte ich nur an das, was vor meinen Augen war: die Risse und die vielen Knubbel an der Wand, das durch Wetter abgedunkelte graue Holz; ich sah meine Hand, die eine Kelle hielt, sah die feuchte, braune Lehmpaste auf meinem Kellenbrett, unterhalb des Stalls, das breite, rosige Gesicht von Ellison. \ Es war getaucht in ein spärliches Licht. \ Ich sah es in Zeitlupe herabfallen, die vier Beine ausgestreckt, der Schwanz steif, das lange Haar am Schwanz gespreizt; es schien, als würde es vom über 30 Fuß hohen Baum schwebend fallen, leicht mit einem „Plumps“ auf der trockenen, herbstlichen Wiese in der Nähe. \ Die Augen des Elches, geöffnet, starr und träge, blickten auf ein weißes Feld mit Baurnarben. \ Einige nasse Schneeflocken landeten auf den Wimpern und schmolzen in den warmen Nasenlöchern. \ Dann hörte ich das Wasser und Eis in den langen, unbewegten Ohren; all diese Jahre dieselben vertrauten Geräusche, aber das Eis machte auch andere Geräusche. \ Eis, singend, stöhnend, heulend, jaulend, wie ein lebendiges Wesen... \ Er verbrachte die meiste Zeit seines Lebens im fernen Norden. \ Deshalb blieb er manchmal stehen, wirkte vergessen, als sei er jemand, der durch die plötzliche Vertrautheit seiner Umgebung verwirrt wurde. \ Eines Abends wehte der Wind von den Spitzen eines hohen, verborgenen Baumes zu uns, und dann erschienen sie plötzlich, wie Blätter, die vom schaukelnden Ast fallen, kamen und verschwanden wieder. \ Er betrat die offene Veranda, kitzelte den Schnee von den Stufen, stellte sich vor die Tür, klopfte und hörte zu. Keine Antwort, kein Hundegebell, kein Licht brannte im Haus...
【Ende】
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Ich habe es tatsächlich zu Ende geschaut… Hochachtung vor dem Poster
Ich habe es nicht fertig gesehen.
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