Beim Durchblättern des alten Erinnerungsalbums sind auf achtzehn Seiten die Namen von Büchern geschrieben. Ich habe rührende und tränenreiche Liebesromane gelesen, spannende und aufregende Horrorgeschichten, mysteriöse Krimis durchstöbert… doch habe ich nie Essays gekostet.
Im März, wenn der Frühling stark zu spüren ist, lehne ich mich allein ans Fenster und schlage ein Essaybuch auf: keine prächtigen Worte, keine aufregende Handlung, weniger Trägheit, mehr Feingefühl, weniger Hinterlist, mehr Freiheit, weniger dickes Make-up, mehr zarte Schattierungen…
Das sanfte und ruhige Frühlingslicht fällt schräg auf mich, eine leichte Brise trägt einen zarten Duft durchs Fenster, wie wärmende Hände, die mein Haar streicheln, und meine Gedanken wecken. Diese friedliche Szene ist doch selbst ein frisches Essay.\Nur, ich kann nicht schreiben.\Ich bin ebenfalls jemand, der keine Essays schreiben kann.\
Ich kann Liebesromane schreiben, weil sie meine jugendlichen Gefühle berühren und zärtliche Worte hervorbringen; ich kann Martial-Arts-Romane schreiben, weil jeder in seinem Herzen einen Traum von der Jianghu hat, ich träume auch davon, ein großer Held zu werden, das Böse zu bekämpfen und die Jianghu-Freuden zu genießen; ich kann Horrorgeschichten schreiben, weil jeder in seinem Herzen ein Gespenst hat, ich werde es nicht zeigen, um anderen zu schaden, sondern es in meine Worte einfließen lassen und ein erschreckendes Bild zeichnen… nur Essays kann ich nicht schreiben…\Warum nur?\
Leise schließe ich das Buch, stehe gedämpft auf und blicke aus dem Fenster, die Pfirsichblüte lächelt im Frühlingswind zu mir. Ein Windhauch streift, und die ganzen Pfirsichblüten fallen durcheinander. Ziellos, ohne ein Ziel. Gefallene Blüten sind nicht ohne Gefühl, sie verwandeln sich in Frühlingserde und schützen die Blumen.
Plötzlich wird mir klar: Vielleicht kann ich ein Essay schreiben, wenn ich mehr meinem Herzen folge! Wie die fallenden Blüten, sie kümmern sich nicht, wohin der Wind sie trägt, denn schließlich kehren sie zur Erde zurück.
Obwohl die Form sich zerstreut, bleibt der Geist bestehen; vielleicht kann ich es nie wirklich verstehen, doch ich weiß, dass ich immer einen Ort für meine Essays haben werde.
Denn ich werde die drei Zustände erleben von „Gestern Nacht verwüstet der Westwind die grünen Bäume. Allein gehe ich auf den westlichen Turm und blicke den ganzen Weg bis zum Horizont“ bis zu „Der Gürtel wird allmählich weiter, doch ich bereue es nicht, für sie so erschöpft zu sein“ und schließlich „Ich suche ihn tausendmal in der Menschenmenge, plötzlich drehe ich mich um, und dort ist er, an der schwachen Lampenbeleuchtung“.\
Draußen lächeln die Pfirsichblüten weiterhin im Frühlingswind; drinnen beginne ich allein, über Essays zu lächeln.
[Essay] Menschen, die keine Essays schreiben können
Antworten (5)
Das Thema fällt sehr auf, hast du zu viel "Auffälligkeit" getrunken?
Ich unterstütze den Ersteller des Beitrags!
Ding Ding ist gesünder!
Wird das verarschen???
Habe ich dir im vergangenen Leben nicht genug Gutes getan? Doch in diesem Leben habe ich mich wieder in dich verliebt. Vielleicht, wenn wir im vergangenen Leben beieinander gewesen wären, wären wir zusammengeblieben.
Die Brücke des Leidens, scheinen wir einst ein Versprechen gegeben zu haben?
Von nun an mit dir durch das weltliche Leben wandern. Im vergangenen Leben war ich dir nicht gut genug. In diesem Leben werde ich zehnfach, hundertfach, tausendfach... dich entschädigen.
Nicht über die Zukunft nachdenken.
Nur daran denken, einfach ein schlichtes Leben mit dir zusammen zu führen.
Heute ist die Landschaft noch dieselbe. Nur du fehlst.
Drei Jahre des Wartens wurden in diesem Leben mit einem einzigen Wort „still“ bezahlt.
Die Brücke des Leidens, scheinen wir einst ein Versprechen gegeben zu haben?
Von nun an mit dir durch das weltliche Leben wandern. Im vergangenen Leben war ich dir nicht gut genug. In diesem Leben werde ich zehnfach, hundertfach, tausendfach... dich entschädigen.
Nicht über die Zukunft nachdenken.
Nur daran denken, einfach ein schlichtes Leben mit dir zusammen zu führen.
Heute ist die Landschaft noch dieselbe. Nur du fehlst.
Drei Jahre des Wartens wurden in diesem Leben mit einem einzigen Wort „still“ bezahlt.
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