Eilig – die Schwalben sind fort, es gibt wieder eine Zeit, in der sie zurückkommen; die Weiden sind verdorrt, es gibt wieder eine Zeit, in der sie grün werden; die Pfirsichblüten sind verwelkt, es gibt wieder eine Zeit, in der sie blühen. Aber, Kluger, erzähle mir, warum kehren unsere Tage nicht zurück, sobald sie vergangen sind? – Hat sie jemand gestohlen: wer ist es? Und wo sind sie versteckt? Sind sie vielleicht selbst geflohen: wohin sind sie jetzt gegangen?\
Ich weiß nicht, wie viele Tage mir gegeben wurden; aber meine Hände sind tatsächlich nach und nach leer geworden. Still zählend, sind über achttausend Tage aus meinen Händen geschlüpft; wie ein Tropfen Wasser auf der Spitze einer Nadel, fallen meine Tage in den Strom der Zeit, ohne Geräusch und ohne Schatten. Ich kann nicht verhindern, dass mir das Haupt heiß wird und Tränen fließen.\
Die Vergangenen mögen vergangen sein, die Kommenden mögen kommen; aber in all dem Hin und Her, wie eilig ist es doch! Am Morgen, wenn ich aufstehe, dringen zwei oder drei schräge Sonnenstrahlen in mein kleines Zimmer. Die Sonne, sie hat Füße, leicht und leise bewegt sie sich; auch ich folge verwirrt ihrer Drehung. So – beim Händewaschen rinnt der Tag durch das Waschbecken; beim Essen rinnt der Tag durch meine Schale; in stillen Momenten rinnt er vor meinen starren Augen vorbei. Ich merke, dass er eilig davongeht; wenn ich die Hand ausstrecke, um ihn zu halten, entgleitet er doch an meiner Hand; wenn es dunkel wird, liege ich im Bett, da springt er flink über mich hinweg, fliegt an meinen Füßen vorbei. Wenn ich die Augen öffne und die Sonne wiedersehe, ist auch dieser Tag wieder entglitten. Ich bedecke mein Gesicht und seufze. Aber der Schatten der neuen Tage beginnt wieder im Seufzen zu flimmern.\
In den fliehenden, wie im Flug vergangenen Tagen, in der Welt der tausend Türen und hundert Haushalte, was kann ich tun? Nur umherwandern, nur eilen; in den mehr als achttausend Tagen des Eilens, was bleibt außer dem Umherwandern? Die vergangenen Tage sind wie leichter Rauch, vom sanften Wind verweht, wie dünner Nebel, von der Morgensonne aufgelöst; welche Spuren hinterlasse ich? Habe ich jemals wie ein schwebender Faden Spuren hinterlassen? Nackt bin ich in diese Welt gekommen, und im Augenblick kehre ich wahrscheinlich nackt wieder? Aber es ist ungerecht, warum muss ich gerade diesen Weg vergeblich gehen?\
Du Kluger, erzähle mir, warum kehren unsere Tage nicht zurück, sobald sie vergangen sind?
Zhu Ziqings 'Frühling'
Antworten (12)
…………Ich habe es gerade auswendig gelernt……Heute habe ich es gerade diktiert………………
Warum →_→ willst du es nicht einfach aus dem Lehrbuch abschreiben?
Es ist nicht vom Skript abgeschrieben
So etwas gibt es.
Auf dem Computer kopiert
Der Ersteller ist verschwunden…
Und es ist nicht anders als das, was im Lehrbuch abgeschrieben wurde...
= =
…………Übrigens, es stimmt nicht mit dem überein, was ich auswendig gelernt habe…… Meines lautet: Ich hoffe, ich hoffe, der Ostwind kommt…………
Welches Schuljahr... Ich habe diesen schlechten Grundschultext zehn Mal abgeschrieben.
Stirn……
Früher habe ich diese Lektion auswendig gelernt, bis ich sie auswendig konnte.
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