Bodhisattva Barbar \ Qing? Nalan Xingde
Nebelfenster kalt gegen den fernen Abendhimmel,\ Abendhimmel fern gegen das kalte Fensternnebel.\ Blumen fallen, Krähen rufen gerade,\ Krähen rufen, Blumen fallen gerade.\ Ärmel aus Brokat werfen schlanke Schatten,\ Schlanke Schatten werfen Brokatärmel.\ Der Wind schneidet einen roten Faden,\ Roter Faden schneidet der Wind.\【Anmerkungen】
① Palindrom: Eine rhetorische Figur in Gedichten. Das bedeutet, dass jeder Vers eines Gedichts oder Liedes umgedreht gelesen werden kann und immer noch rezitierbar ist, sodass ein Vers zu zwei wird und jeweils zwei eine Bedeutung mit Reim ergeben. Über den Ursprung dieser rhetorischen Figur gibt es unterschiedliche Meinungen. Eine besagt, dass sie von Liu Xie aus der Liang-Dynastie südlichen Chinas stammt. In seinem Werk "Wenxin Diaolong · Ming Shi" heißt es: „Wenn Palindrome entstehen, begann das Tao ursprünglich. Reimverse zusammengefügt, das ist ein Überbleibsel von Boliang.“ Aber Dao Yuans Werke sind verloren gegangen; eine andere besagt, dass sie bei Su Hui, der Frau von Dou Tao aus der vordynastischen Qin-Zeit, in ihrem Gedicht „Xuanji-Tu“ begann.
② Windschneiden: bedeutet, dass der Wind weht. „Schneiden“ hat die Bedeutung von schnell.
【Erläuterung】
Palindrom-Gedichte sind meist Spielerei und haben wenig Wert. Dieses Gedicht und die folgenden zwei Bodhisattva-Barbar-Gedichte gehören zu dieser Art Spielerei. Dennoch kann man dabei die geschickten sprachlichen Fähigkeiten des Autors erkennen.\ Lustig, oder′?`