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Um ehrlich zu sein, habe ich gestern gerade „Escape Room 16 Temple Ruins“ beendet und nach dem Spielen ein unbeschreibliches Gefühl verspürt. Als alter Spieler, der seit der Symbian-Ära Handyspiele spielt, erinnert mich dieses Spiel an die Tage, in denen es vor mehr als zehn Jahren nur um das Lösen von Rätseln ging. Um ehrlich zu sein, gibt es auf dem aktuellen Markt für Handyspiele wirklich immer weniger Werke wie dieses, die sich auf das Einzelspieler-Erlebnis konzentrieren.
Lassen Sie uns zunächst über das Spiel selbst sprechen. Dieser „Escape Room 16“ ist eigentlich der 16. der Serie. Der Entwickler Martian Interactive hat darauf bestanden, einen solchen traditionellen Escape Room zu schaffen, was ehrlich gesagt ziemlich selten ist. Die Geschichte handelt von einem Botaniker, der gefährdete Pflanzen rettet, was zur Spannung der Entführung seiner Großmutter führt. Durch die Hinzufügung von Elementen der slawischen Mythologie entsteht eine folkloristische Atmosphäre wie bei „The Witcher“. Die Szenen sind wirklich sorgfältig ausgearbeitet und nicht die Art, die einfach nur einen Raum zeichnet und damit fertig ist. In jeder Ecke der übergroßen Karte sind Hinweise versteckt, und die Textur der Pinselstriche ist sogar auf dem Bildschirm zu erkennen. Der Schwierigkeitsgrad beim Lösen der Rätsel ist moderat. Es wird Sie nicht dazu bringen, Ihr Telefon fallen zu lassen, und es ist auch nicht so einfach, dass es langweilig wird. Das Wichtigste ist, dass es keine In-App-Käufe gibt, keine Gold-Tipps, einfach nur spielen. 😊
Aber worüber ich sprechen möchte, ist eigentlich der allgemeine Trend zu Handyspielen. Wenn man sich den aktuellen Markt anschaut, gibt es immer wieder Karten, Monatskarten, Pässe und sogar eigenständige Spiele, die eine Online-Ansicht von Werbung erfordern. Die Art des Escape Room war einst das goldene Aushängeschild mobiler Spiele wie der „The Room“-Reihe und „Unlocked Room“. Damals hielten viele Menschen Nokia- oder frühe Android-Telefone in der Hand und wandten sich dem kleinen Bildschirm zu, um nach Hinweisen zu suchen. Zu dieser Zeit gab es keine sozialen Funktionen oder Ranglisten. Ich habe einfach alleine gespielt und die Level ruhig gemeistert, dann habe ich Screenshots gemacht und sie im Forum gepostet, um die Rätsel zu besprechen. Das Gefühl war, als würde man als Kind einen Kriminalroman lesen und plötzlich die Antwort erkennen, wenn man endlich die Seite umblätterte.
Aber was ist jetzt? Die Entwicklungskosten werden immer höher und auch die Gewohnheiten der Spieler haben sich entwickelt. Ich erinnere mich an Statistiken von vor ein paar Jahren, dass der Anteil der Einzelspieler-Buyout-Systeme auf dem Markt für mobile Spiele weniger als 10 % betrug und die meisten davon auf kostenlose + In-App-Käufe oder Werbemonetarisierung umstiegen. Hersteller wie Martian Interactive, die immer noch darauf bestehen können, eigenständige Rätsel zu lösen, sind wirklich „rückschrittlich“. Ich werde nicht damit prahlen. Obwohl diese Art des Gameplays ein pures Erlebnis garantiert, sind die Vorteile in der Tat begrenzt. Die Möglichkeit, bis zum 16. Teil durchzuhalten, zeigt, dass sie immer noch die Unterstützung alter Fans haben, und es zeigt auch, dass es immer noch eine Gruppe nostalgischer Spieler wie mich auf dem Markt gibt. 😌
Apropos Branchentrends: In den letzten Jahren gab es einen Trend: Kleine unabhängige Spieleteams kehren wieder in den Bereich des eigenständigen Lösens von Rätseln zurück und verlassen sich dabei auf emotionale Karten und Mundpropaganda. So haben beispielsweise die letztjährige neue „Lost Island“-Reihe und die fortlaufenden Updates der „Rust Lake“-Reihe bewiesen, dass es für so kleine und schöne Spiele noch Überlebenspotenzial gibt. Allerdings fühlt sich „Escape Room 16“ für mich eher „old school“ an – es gibt keine ausgefallene Erzählung, kein kompliziertes System, nur reines Rätsellösen. Die Karte ist offen, aber die Hinweise sind klar, was sich sehr gut zum Spielen in fragmentierter Zeit eignet.
Abschließend möchte ich sagen, dass Sie, wenn Sie es satt haben, Krypton-Gold-Spiele zu spielen, bei denen Sie sich jeden Tag anmelden und Aufgaben erledigen, dieses Spiel auch einmal ausprobieren sollten. Es handelt sich nicht um ein Meisterwerk, bei dem man sich vor Überraschung auf die Oberschenkel klopft, aber es lohnt sich auf jeden Fall, eine Tasse Tee zu kochen und zwei, drei Stunden lang in aller Stille zu spielen. Darüber hinaus kann es nach der Einzelspieler-Freigabe gelöscht werden. Es belegt keinen Speicher und verbraucht Datenverkehr, was großartig ist. 😄
Je älter ich werde, desto anspruchsvoller und nostalgischer wird das Spielen. Ich hoffe, dass es immer wieder Neuerscheinungen dieses traditionellen Escape Room geben wird. Schließlich können wir alten Spieler die nächsten zehn Jahre kaum erwarten.