
Gestern habe ich „Anchor Advent“ heruntergeladen. Um ehrlich zu sein, sah ich gleich nach dem Öffnen einen Bildschirm voller Eingabeaufforderungen für Geschenkcodes: srvip666, slvip666, clvip666. Es fühlte sich an, als wäre ich zurück zu den „999 für einen Dollar“-Browserspielen der Saipan-Ära, und ich kam mir etwas kompliziert vor. Nachdem ich es jedoch zwei Tage lang gespielt hatte, stellte ich fest, dass das Spiel immer noch einigermaßen interessant ist. Ich möchte dieses Thema nur nutzen, um einige meiner Ansichten zu den aktuellen Entwicklungstrends von Mobilspielen zu teilen.
Lassen Sie uns zunächst über „Anchor Point Advent“ selbst sprechen. Es handelt sich um eine horizontale 3D-Version mit Halb-Echtzeit-Kämpfen. Die Grafik ist für Mobiltelefone überdurchschnittlich gut und die Kämpfe fühlen sich flüssig an. In Bezug auf die Kartenstrategie kombiniert es Attributbeschränkung und Positionsauswahl. Es hat das Gefühl, Formationen im frühen „Onmyoji“ zu zermahlen, ist aber aktionsorientierter. Im Charakterentwicklungssystem sind Sternen-Upgrades, Ausrüstungs- und Fähigkeits-Upgrades enthalten, lediglich normale Routinen. Wenn wir vor zehn Jahren „Angry Birds“ oder „Fruit Ninja“ gespielt haben, dann aus dem Vergnügen, „anzugreifen und zu spielen, es wieder wegzulegen und zu gehen“. Jetzt haben diese Karten-RPGs eine andere Logik: Sie nutzen jeden Tag fragmentierte Zeit, um den Entwicklungsfortschritt aufzufüllen, nutzen Kartenziehungen und Geschenkpaketcodes, um den Konsum anzuregen, und nutzen Handlungs- und Charakterdesign, um Benutzer zu binden.
Diese beiden Trends sind klar. Erstens werden mobile Spiele immer „schwerer“. Aus dem Kampfsystem und der 3D-Modellierung von „Anchor Advent“ ist ersichtlich, dass die mobile Version bereits ein ähnliches Erlebnis wie ein PC-Spiel bieten kann, aber auch, dass die Entwicklungskosten, der Betriebszyklus und der Update-Rhythmus deutlich gestiegen sind. Zweitens ist die Kommerzialisierung ausgereifter geworden, aber auch die Routinen sind homogener. Codes für Geschenkpakete, erste Aufladung, Monatskarten, Battle-Pässe – praktisch jedes neue Spiel wird einen Satz davon haben. Der Vorteil besteht darin, dass die Spieler wissen, wie man spielt, wodurch Lernkosten gespart werden; Der Nachteil ist, dass sie müde sind und sich schnell langweilen.
Ich persönlich bin ziemlich zwiespältig. Wenn man sich einerseits die Grafik und das Gameplay aktueller Handyspiele ansieht, sind sie tatsächlich viel besser als damals, als wir „Snake“ oder „Whack-a-Mole“ auf Nokia gespielt haben. Es gibt sogar Schauplätze wie Science-Fiction-Themen, Weltraum-Luftkämpfe und Starlink-Technologie. Als alter Spieler bin ich glücklich. Aber andererseits vermisse ich auch das einfache Glücksgefühl „Ein Spiel dauert zehn Minuten, und wenn man verliert, versucht man es noch einmal“. Heutige Spiele können Sie Monate und Hunderte oder sogar Tausende Krypton kosten. Manchmal fühle ich mich wirklich müde.
„Anchor Point Advent“ kann als Mikrokosmos dieser Ära betrachtet werden: Die Produktion ist sorgfältig und das Gameplay innovativ, aber das Betriebs- und Lademodell kann diesem Kreis immer noch nicht entkommen. Ich würde euch gerne fragen: Bevorzugt ihr diese Art von Karten-Rollenspiel, bei dem Handlung und Entwicklung im Vordergrund stehen, oder vermisst ihr das rein spielorientierte Spiel für Spiel der Vergangenheit? 😄