
Ehrlich gesagt, als ich gerade die Empfehlung von „Fishing for All“ sah, musste ich zuerst lachen. Kein Spott, sondern ein etwas kompliziertes Gefühl. Als alter Spieler aus der Symbian-Ära erinnere ich mich noch an die Tage, als ich mit dem Nokia N73 die Java-Version des Angelspiels spielte – Pixelfisch, Tastenbedienung und eine immer wieder abgespielte Seeszene. Jetzt gibt es in diesem Spiel tatsächlich echte 3D-Fische, globale Fischgründe sowie Anbau und Sammlung. The changes are huge. 😊
Lassen Sie uns zunächst über das Spiel selbst sprechen. Ich habe es heruntergeladen und ausprobiert und werde nicht damit prahlen. Als kostenloses Handyspiel verdient seine Grafik tatsächlich die Bezeichnung „3D“. Die Details des Fischmodells und die Licht- und Schattenverarbeitung sind recht angenehm. Auch die Gestaltung der neun Fischgründe ist durchdacht, von tropischen Korallenriffen bis hin zu arktischen Gletscherseen. Das immersive Gefühl beim Szenenwechsel lässt einen erfahrenen Spieler wie mich nicht anders, als noch ein paar Ruten zu fangen. Gameplaytechnisch vereinfacht „ein Finger und ein Knopf“ die Bedienung, lässt aber den Kernspaß des Angelns nicht völlig außer Acht: Rute werfen, auf den Fisch warten, Schnur einholen, Intensität steuern und der Rhythmus ist gut kontrolliert. Es gibt zwei Systeme zum Sammeln von Illustrationen und zum Aquarienanbau. Das eine befriedigt den Wunsch nach Erkundung und das andere die Zwangsstörung des Sammelns. Es gilt als Standardkonfiguration für Casual Games.
An dieser Stelle möchte ich über die Entwicklungstrends mobiler Spiele sprechen. In den letzten zehn Jahren haben mobile Spiele einen Wandel von „starkem Geldverdienen“ zu „leichter Freizeit“ erlebt, und jetzt scheint es einen Gleichgewichtspunkt gefunden zu haben – die Grafik ist näher am Konsolenniveau, aber das Gameplay muss leichtgewichtig sein. „National Fishing“ ist ein typisches Beispiel: Es erfordert nicht, dass Sie tägliche Aufgaben erledigen und auf der Bestenliste konkurrieren, sondern ermöglicht Ihnen, in Ihrer fragmentierten Zeit das einfache Glück zu genießen, „einen neuen Fisch zu fangen“. Dieses Design mit „niedriger Schwelle und hoher Immersion“ entspricht tatsächlich den Bedürfnissen aktueller Spieler. Schaut man sich die aktuelle Liste der kostenlosen Apps im App Store an, dominieren die Kategorie „Simulation“ (Simulationskategorie) und die Kategorie „Casual“ (Casual-Kategorie) seit langem die Liste, was zeigt, dass jeder genug Probleme mit komplexen Schlachten und sozialen Systemen hatte und begonnen hat, zur ursprünglichen Absicht des Spiels zurückzukehren: Entspannung und Erlebnis.
Ich habe übrigens einige Eindrücke von der Entwicklungsfirma Jia Feng Cooperation. Sie haben bereits einige Hardcore-Strategiespiele entwickelt und sind auf Freizeitangeln umgestiegen, was zeigt, dass sich der Markttrend tatsächlich geändert hat. Das Lademodell ist 0 (es sollte kostenlos sein + In-App-Käufe, oder?), was auch dem aktuellen Mainstream entspricht: kostenlose Downloads von Spielen und Gewinne aus Bezahlpunkten wie Skins, Beschleunigungs-Requisiten und Zierfischen. Dieser Modus ist spielerfreundlich und kann von erfahrenen Spielern akzeptiert werden, solange er nicht zur Verwendung von Krypton gezwungen wird.
Lassen Sie uns abschließend über persönliche Gegenstände sprechen. Ich vermisse das Pixel-Angelspiel aus der Saipan-Ära, aber es war zu einfach. Jeder Fisch sah ähnlich aus, und wenn ich Dutzende Male gefischt hatte, wurde es mir langweilig. Obwohl das aktuelle „National Fishing“ auch die versteckte Gefahr birgt, „das Spiel nach dem Sammeln zu verlassen“, versucht es zumindest, den Spielern eine realistischere und reichere Welt zu bieten. Als erfahrener Spieler bin ich sehr zufrieden. Wenn Sie von der Arbeit müde sind oder einfach nur zehn Minuten vor dem Schlafengehen entspannen möchten, können Sie dieses Spiel genauso gut ausprobieren. Es macht Sie vielleicht nicht süchtig, aber es kann Sie zumindest vorübergehend dazu bringen, „diese Angelrute“ in der Realität zu vergessen. 🎣