
Ehrlich gesagt habe ich mich auf dieses Spiel gefreut, als es zum ersten Mal online kam. Als Puzzlespiel, das eine Variante von Huarong Dao ist, ist die Grafik in der Tat sehr komfortabel. Die Szenen im Ink-and-Wash-Stil gepaart mit dem smarten Design von Skylark sorgen auf den ersten Blick für ein gutes Gefühl. Auch das Gameplay ist sehr klar: Bewegen Sie die Holzklötze, damit der Vogel Hindernisse durchbrechen kann, und die Bedienschwelle ist so niedrig, dass die Lernkosten nahezu Null sind. Und es ist völlig kostenlos, ohne Krypton-Punkte, was bei heutigen mobilen Endgeräten besonders gewissenhaft ist.
Aber nachdem man sich beruhigt und analysiert hat, ist der Grund für seine Coolness eigentlich ziemlich offensichtlich. Schauen wir uns zunächst das Gameplay an: Huarong Dao selbst ist ein Klassiker, aber das Puzzle-Design von „The Mystery of Dream Paper“ ist eher einfach. Es bewegt im Grunde nur die Holzklötze in Längsrichtung und es fehlen mechanische Variationen. Es scheint nicht viele Ebenen zu geben. Spieler schaffen es möglicherweise, das Level in ein oder zwei Stunden zu beenden, und dann fehlt ihnen die Motivation, noch einmal zu spielen. Ein Blick auf soziale Netzwerke: Es gibt keine Elemente wie Online-Verbindungen, Rankings und Sharing-Herausforderungen. Es ist schwierig, überhaupt den Drang zu wecken, nach Abschluss des Levels einen Screenshot zu machen, um die Ergebnisse zu zeigen. Für ein leichtes Puzzlespiel ist dieses dünne Ende fast tödlich.
Die Bilder sind wunderschön, aber was ist mit der Musik? Als Beitrag im Musik-Sharing-Bereich muss ich mich beschweren: Die Hintergrundmusik des Spiels hat nur einen sanften Piano-Loop, der zunächst angenehm anzuhören ist, sich aber nach zehn Minuten Spielzeit eintönig anfühlt, und nach dem Szenenwechsel werden keine neuen Titel eingefügt. Bei den Soundeffekten handelt es sich lediglich um das einfache Geräusch gleitender Holzklötze und das Zwitschern von Feldlerchen, ohne dass ein Gefühl des Eintauchens entsteht. Gute Musik hätte die Seele des Spiels sein können, aber hier wurde sie zu einem entbehrlichen Kontrast.
Obwohl das Lademodell 0 ist, lockt es Fans an, bedeutet aber auch, dass Entwickler keine Motivation für spätere Updates haben. Viele ähnliche Spiele verlängern ihre Lebensdauer durch den Kauf von Requisiten oder In-App-Käufe von Skins. Allerdings ist das Freischalten des Skins von „The Mystery of Dream Paper“ zu langsam und bietet keinen wesentlichen Gameplay-Bonus. Es ist eher so, als würde man sammeln, um des Sammelns willen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Es ist nicht wegen der schlechten Qualität nicht beliebt, sondern weil es zu „sicher“ ist. Der Malstil ist heilsam, die Schwierigkeit ist menschenfreundlich und es gibt kein Kryptongold. Das sollten Vorteile sein, doch der Mangel an Tiefe und sozialer Bindung führt zu einem schnellen Verlust von Spielern. Es ist wie ein Lied, das zwar nett ist, aber nur ein Intro hat, und schon nach dem ersten Anhören wird man es satt haben. Wenn die Entwickler anspruchsvollere Zusatzmodi, zufällig generierte Rätsel und sogar Fortschritte bei der schönen Musikstimmung hinzufügen könnten, könnte daraus vielleicht ein kleiner, aber feiner Hit werden, anstatt wie bisher still in der Ecke des App Stores zu sitzen.
Bewertung 7/10. Vorteile: Das Bild ist ausgehärtet, kein Krypton-Geld und schnell einsatzbereit. Nachteile: kleiner Inhalt, schwache soziale Eigenschaften und einzelne Musik. Geeignet für eine kurze Zeit zum Entspannen, aber erwarten Sie nicht, dass Sie sich diese Zeit für längere Zeit gönnen 🕊️