图片
Ehrlich gesagt war ich einen Moment fassungslos, als ich den Namen „Escape Room 16 Temple Ruins“ sah. Das liegt nicht daran, dass das Spiel selbst so schockierend ist, sondern daran, dass es mich plötzlich an mein erstes Smartphone, das Nokia 5230, erinnert. Damals konnte ich noch nicht einmal den Touchscreen bedienen, also habe ich jeden Tag pixelige Escape-Room-Spiele im Bett gespielt. Das Bild ist so grob wie ein Mosaik und die Hinweislogik ist einfach, aber ich kann nicht damit aufhören, es ein- und auszuschalten, und ich kratze mir immer noch den Kopf vor dem Bildschirm um drei Uhr morgens.
Nachdem ich „Escape Room 16“ gespielt habe, ist mein erster Eindruck, dass die Grafik wirklich exquisit ist. Die Steinskulpturen, Ranken und Tempelruinen in der Szene legen großen Wert auf Licht- und Schattenniveaus, die den aktuellen Standards mobiler Spiele entsprechen. Aber um ehrlich zu sein, was mich wirklich anzieht, ist nicht das Bild, sondern das bekannte „Gefühl des Erkundens“ – hier und da klicken, sich umschauen, einen Schlüssel oder ein Symbol finden, und dann löst plötzlich ein Geistesblitz ein Rätsel, das ich vorher nicht lösen konnte. Dieses Gefühl ist genau das gleiche wie die Freude, vor zwanzig Jahren einen versteckten Gegenstand in einem Symbian-Flugzeug zu finden.
Die Handlung des Spiels ist recht interessant. In einem modernen Kulturerbepark leben Kreaturen aus der slawischen Mythologie neben Menschen. Der Protagonist ist ein Botaniker, der von seiner Großmutter einen Einladungsbrief zur Rettung einer gefährdeten Pflanze erhält, am Ende aber einen mysteriösen Mann namens Blue herausholt. Die Handlung ist nicht kompliziert, aber die Atmosphäre ist gut geschaffen. Der unheimliche Tempeleingang am Anfang löste bei mir eine Gänsehaut aus. Es hat den „Angst haben, aber weitermachen wollen“-Geschmack altmodischer Puzzlespiele. Aber ich muss fair sein, der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist überdurchschnittlich. Es gab ein paar Stellen, an denen ich lange stecken geblieben bin, und schließlich habe ich die Hinweise gefunden, indem ich herumgespielt habe.
Der Entwickler ist Shenzhen Martian Interactive Entertainment. Ehrlich gesagt weiß ich nicht viel über dieses Unternehmen, aber es kann als aufrichtig angesehen werden, die Karte des Puzzlespiels so breit zu gestalten und die Hinweise so dicht zu verbergen. Darüber hinaus ist dieses Spiel eigenständig und es gibt keine unordentlichen Bargeld-Popups. Für erfahrene Spieler, die es gewohnt sind, jedes Level selbst herauszufinden, ist das Erlebnis sehr angenehm. Auf dem aktuellen Markt für mobile Spiele gibt es nicht viele Spiele, die sich beruhigen und ein reines Entschlüsselungserlebnis bieten können. Die meisten von ihnen sind damit beschäftigt, Karten zu ziehen und Ranglisten zu erstellen, was die Menschen unruhig macht.
Genug der Nostalgie, reden wir über etwas Reales. Wenn Sie schon einmal „Tower of Mysteries“, „Maze of the Machine“ oder frühere Flash-Entschlüsselungsspiele gespielt haben, dann dürfte „Escape Room 16 Temple Ruins“ Ihren Appetit befriedigen. Es hat ein solides Gespür für das Lösen von Rätseln der alten Schule. Es ist nicht auf ausgefallene Darbietungen angewiesen, sondern ermöglicht es Ihnen lediglich, durch die Karte zu stöbern und die Hinweise Stück für Stück zusammenzusetzen. Als ich das dritte Kapitel spielte, erinnerte ich mich plötzlich daran, dass ich Sony Ericsson verwendet hatte, um die verlassene Version von „Assassin's Creed“ abzuspielen, und es war das gleiche Gefühl, als würde man allein gegen den Bildschirm antreten.
Natürlich ist es nicht ohne Mängel. Die Hinweise für einige Rätsel waren nicht klar genug, wie zum Beispiel die Drehscheibe im Zusammenhang mit slawischen Runen. Da ich die Regeln nicht verstand, habe ich mir die Anleitung noch einmal durchgelesen, bevor ich sie durchging. Außerdem ist die chinesische Schrift etwas klein, was erfahrene Spieler zum Weinen bringt. Aber im Allgemeinen gilt dieses Spiel als überdurchschnittlich gut unter vergleichbaren Handyspielen und eignet sich besonders zum Spielen von zwei Leveln auf dem Weg zur Arbeit oder vor dem Schlafengehen.
Sagen wir noch eine letzte Emotion. Von Symbian bis Android, von Pixeln bis hin zu hochauflösender Modellierung haben sich die Entschlüsselungsspiele nach und nach verändert, aber das „Aha! Das ist es!“ Der Moment ist immer der süchtig machendste. Ich möchte nicht prahlen, dieses Spiel kann mir ein wenig das Gefühl geben, ich sei damals, als ich jung war, und es ist den Eintrittspreis wert. Was wir vermissen, sind schließlich nicht die alten Spiele, sondern das, das noch die Geduld hatte, sich hinzusetzen und intensiv über einen virtuellen Schlüssel nachzudenken. 😌