
Ohne zu prahlen, die Essenz dieses Spiels ist „Klicke auf die schwarzen Quadrate, berühre nicht die weißen Quadrate“, die Regeln können in einem Satz erklärt werden. Aber es ist dieses minimalistische Gameplay, gepaart mit Klaviermusik von Mozart bis Beethoven, das es süchtig macht. Ich habe gestern Abend mehr als eine Stunde gespielt, entweder um Punkte zu sammeln oder einfach nur, um zu hören, wie das Lied „Canon“ vollständig unter meinen Fingerspitzen fließt. Dieses Gefühl ist ein bisschen so, als würde ich als Kind Snake in einem elektronischen Wörterbuch spielen. Obwohl das Bild rau ist, gibt es eine Art pure Freude.
Was die Trends bei Mobilspielen angeht, ist der Trend der letzten zwei Jahre eigentlich ziemlich offensichtlich. Große Unternehmen stapeln Materialien mit offenen Welten, High-Definition und Installationspaketen, die leicht mehrere Dutzend Gigabyte wiegen. Ansonsten scheinen sie es nicht wert zu sein, als „AAA-Handyspiele“ bezeichnet zu werden. Aber „Piano Tiles“ geht in die andere Richtung. Es verwendet immer noch die zugrunde liegende Logik „Einfach klicken und es gibt Feedback“, aber das Audio- und Videoerlebnis geht damit über die Qualität eines Minispiels hinaus. Insbesondere der in der Werbung erwähnte „Mahagoni-Luxusklavier“-Klang ist nur ein analoger Effekt, aber wenn man ihn mit Kopfhörern hört, kann man die warme Resonanz wirklich spüren. Ich denke, diese Idee, das ultimative Erlebnis in einer „kleinen Kategorie“ anzustreben, ist genau das, was auf dem aktuellen Markt für mobile Spiele am seltensten ist.
Ein weiterer Trend ist der Wettbewerb um „fragmentierte Zeit“. Eine Partie „Piano Tiles“ dauert nur ein bis zwei Minuten. Sie können es spielen, während Sie auf den Bus oder in der Schlange warten, und Sie können es jederzeit ohne psychologische Belastung beenden. Heutige Spiele werden immer ernster und viele Spieler haben nicht mehr die Energie, nach der Arbeit Dungeons zu spielen oder tägliche Aufgaben zu erledigen. Im Gegenteil, diese Art von „Öffnen und spielen, ablegen und loslegen“-Spiel ist nach und nach zur täglichen Wahl von Spielern mittleren Alters wie mir geworden. Um es ganz klar auszudrücken: Es ist nicht so, dass wir keine Spiele mehr mögen, sondern dass die Zeit in Stücke geschnitten wurde und wir Werke brauchen, die sich an die fragmentierte Zeit anpassen können.
Natürlich ist „Piano Tiles“ nicht ohne Mängel. Das Lademodell ist kostenlos + Werbung. Heutzutage gibt es nur eine Handvoll Handyspiele, für die kein Geld verlangt wird. Es ist eine gute Idee, dies tun zu können, ohne Geld zu erzwingen. Aber gelegentlich unterbricht Werbung das Eintauchen, insbesondere wenn beim Höhepunkt eines Songs eine Download-Seite erscheint, was etwas enttäuschend ist. Glücklicherweise scheint der Entwickler Hainan Star Jump Technology die Musikbibliothek aktualisiert zu haben, von „Little Star“ bis „Ode to Joy“ ist die Abdeckung recht breit gefächert. Ich hoffe, dass es in Zukunft ein Buyout-System für die Werbeversion geben wird, und ich bin bereit, dafür ein Mittagsgeld auszugeben.
Abschließend sage ich voller Emotionen: Von „Super Mario“ auf Symbian bis zum aktuellen „Genshin Impact“ werden die Grafik und das Gameplay von Handyspielen mit jeder Generation immer besser, aber ich habe immer das Gefühl in meinem Herzen, dass die Spiele, an die man sich wirklich erinnern kann, oft die einfachsten sind. „Piano Tiles“ ist kein Meisterwerk, aber es bewahrt den Sinn für ein Ritual des „Entschleunigens und Hörens eines Liedes“ in der „schnelllebigen Ära“, was an sich schon den Eintrittspreis wert ist.
Ohne zu prahlen, empfehle ich es allen Freunden, die ein Spiel zum „Ruhen und Entspannen“ finden möchten. 🎹