
Um ehrlich zu sein, ich, ein alter Knochen, der schon seit der Symbian-Zeit Spiele gespielt hat, erkenne heutzutage beim Öffnen des App Stores kaum noch ein paar Spiele wieder. Überall nur noch Pay-to-Win-Karten ziehen, automatischer Kampf und diese Art von Sieben-Tage-Dragon-Slaying-Schwert-Laufband-Zeug. Es ist nicht so, dass diese Spiele unbedingt schlecht sind, aber irgendwie fehlt mir das Gefühl von damals, dieses "mit verschweißten Händen Schritt für Schritt vorwärts tasten".
Heute möchte ich euch dieses Spiel "Youxing Xuancheng" empfehlen, das ist in letzter Zeit das einzige Werk, das mir wieder ein bisschen dieses Gefühl zurückgegeben hat. Das Spiel erzählt von zwei Grabräubern, die mit einem überlieferten alten Buch eine legendäre geheimnisvolle Stadt suchen, aber nie zurückkehren. Siebzehn Jahre später versammelt der Sohn eines der beiden in Panjiayuan eine Gruppe von Experten, nur um herauszufinden, was die Eltern damals genau erlebt haben. Schon der Anfang riecht nach altem Geschmack, die Spannung ist maximal, und es erinnert ein wenig an das Gefühl, als man die Romane von Tianxia Bachang oder Nanpai Sanshu las. 🧐
Die Spielplattform ist 4.0, was bedeutet, dass Android mindestens Version 4.0 haben muss, um zu laufen. Diese Version wirkt heutzutage ziemlich streng, bei neuen Spielen wünscht man am liebsten, dass alle mit Snapdragon-Chips spielen, und manche verlangen sogar, dass dein Handy Raytracing unterstützt, bevor sie volle Effekte freischalten. Ehrlich gesagt, das ist übertrieben. Ein mobiles Spiel muss spielbar sein, basierend auf Inhalt und Atmosphäre, nicht auf dem falschen Mondschein, der durch Raytracing erzeugt wird. "Youxing Xuancheng" achtet genau auf diese Konfiguration und steckt nicht das ganze Budget in die Grafik, sondern konzentriert sich ernsthaft auf Rätsellösungen, Charakterentwicklung und rundenbasierte Erkundung – ich finde, dieser Ansatz ist tatsächlich solider.
Das Bezahlmodell ist mit 0 angegeben, also kostenlos zum Download, vermutlich gibt es In-App-Käufe, aber Fengyu, das Unternehmen hinter dem Spiel, hat viele Jahre Erfahrung im Bereich der Einzelspieler-Mobilspiele und ist immer seriös, man wird nicht wie bei manchen Spielen auf dem Markt von Bezahloptionen erschlagen, die einem das Weiterspielen ohne Zahlung unmöglich machen. Solche eher Single-Player-Erlebnisse sind heutzutage kommerziell schwer zu machen, vielleicht auch, weil alle schnell Geld machen wollen – wer möchte schon ein Originalprodukt langsam perfektionieren?
Man kann sagen, dass sich der Mobile-Games-Markt in den letzten Jahren stark verändert hat. Früher war das Gameplay König, man hatte Spaß mit einem kreativen Side-Scroller oder knobelte eine ganze Nacht über Rätseln. Heute wird der Markt zunehmend enger, die Hauptströmung konzentriert sich auf 2D-Charakterentwicklung und Battle-Royale-Spiele.Themen wie Grabräuberei, Volksbräuche oder Mechanik-Kunst, die eher Nischencharakter haben, werden hingegen in die Ecke gedrängt, und es ist fast unmöglich, anständige neue Werke davon zu finden. Gerade diese Marktlücke macht jedoch, dass ich Versuche wie „幽行玄城“, die es wagen, tief in ein spezielles Thema einzutauchen, sehr wertvoll finde. Dass es überleben kann, könnte Teams, die noch auf Einzelspieler-Erfahrungen, Storytelling und Immersion setzen, ein wenig Vertrauen geben.
Die Spielfluss-Schritte wie Leichen durchsuchen, Tunnel ausheben oder Gräber betreten sind sehr sorgfältig gestaltet, und alle Arten von Mechanismen und Rätseln folgen alten Methoden, ohne wild erfunden zu sein. Bei der Charakterentwicklung gibt es ein Sympathie- und Ausrüstungssystem, aber das Gesamttempo wird nicht von der schnellen Verschleißlogik von Handyspielen zerstört; wenn es Zeit für Story gibt, dann wird Story gezeigt, wenn es Zeit ist, die Gräber zu erkunden, dann geht man hinunter – das Tempo ist angenehm. Für Altehrwürdige wie mich, die 30 Minuten für einen Dungeon und einen Abend für ein Kapitel brauchen, ist das genau die richtige Menge. 😌
Ohne zu loben oder zu kritisieren, kann dieses Spiel sicher nicht als erstklassiges Meisterwerk bezeichnet werden, und die Grafik ist nicht so beeindruckend, dass sie sofort ins Auge sticht. Aber seine Stärke liegt in der stimmigen Atmosphäre, interessanten Handlung und dem insgesamt sehr altmodischen Stil. Es ist genau das Gefühl, spät in der Nacht unter der Decke zu liegen, mit der Taschenlampenbeleuchtung Grabräuberromane zu lesen – dieses Eintauchen habe ich lange nicht mehr erlebt.
Wenn es Brüder gibt, die aus der Zeit kommen, die Wert auf Spielbarkeit und Immersion gelegt hat, empfehle ich, „幽行玄城“ einmal auszuprobieren. Solange noch Teams bereit sind, solche kleinen, aber feinen, authentischen Spiele zu machen, sollte man sie unterstützen; ansonsten, in ein paar Jahren, werden Handyspiele wahrscheinlich nur noch aus einem einzigen Auto-Battle-Button bestehen. 💪