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Zuerst möchte ich meine Gesamteindruck sagen: EA als alte Marke im Bereich Simulation und Management hat wirklich einiges drauf. Dieses Spiel wurde innerhalb von drei Wochen weltweit 15,5 Millionen Mal heruntergeladen, und in der iOS-Version in Chinas Gebiet war es eine Woche lang auf Platz 1. Diese Zahlen sind zu jeder Zeit nicht schlecht. Heute möchte ich mit euch darüber sprechen, warum es so populär wurde und warum es später allmählich wieder aus dem Mainstream verschwunden ist.

Was die Grafik angeht, hat es mich ziemlich überrascht. Es heißt zwar Mobile Game, aber das 3D-Modellierungsniveau hat mich nicht enttäuscht. Wenn die Neonlichter in der Stadt aufleuchten und dazu die Küstenlinie und Lichtreflexionen passen, bekommt man wirklich das Bedürfnis, einen Screenshot als Wallpaper zu machen. Im Vergleich zu ähnlichen Produkten derselben Zeit ist dieses Niveau selbst heute noch respektabel. Bei den begrenzten Möglichkeiten eines Smartphones dieses Niveau zu erreichen, zeigt wirklich Einsatz.

Das Gameplay hat die typische SIMCITY-DNA: von Null anfangen, Gelände abstecken, Straßen bauen, Wohnhäuser errichten, Industriegebiete erschließen und dann beobachten, wie die Bevölkerung wächst, sowie verschiedene Wahrzeichen und Erweiterungspakete freischalten. Ich denke, der Schlüssel zum Erfolg liegt in der „niedrigen Einstiegshürde und fragmentierten Spielweise“: man kann jederzeit eine Runde Geld einsammeln oder kurzfristige Ereignisse bearbeiten, was besonders für Berufstätige und Studenten freundlich ist. Außerdem kamen später Updates mit Flugplätzen hinzu, wodurch Stilorte wie Tokio oder Paris in die eigene Stadt gebracht werden konnten. Dieses Sammelgefühl und die kulturübergreifenden Elemente sprechen definitiv auch eine gewisse Gruppe von Spielern an, die auf Äußerlichkeiten Wert legen.

Trotzdem hat es rein aus der Sicht von „Mobile Simulation“ einen angeborenen Engpass: ab mittlerem Spielstand gerät man leicht in eine Zahlen-Schleife, es fehlt an Geld oder Materialien für Reparaturen etc., sodass das Kernerlebnis leicht zu wiederholtem Warten und Klicken wird. Die langfristige Bindung der Spieler ist eher schwierig, da die Tiefe nicht mit der PC-Version mithalten kann und es keinen echten sozialen Wettbewerb gibt.

Zum Thema Geldausgeben muss ich objektiv sagen, dass es nicht so offensichtlich auf monetäre Vorteile setzt wie manche chinesischen Mobile Games. Aber wenn man nicht ausgibt und ein Level von über zwanzig erreicht, beginnt der Platz im Lager schnell ein Problem zu werden und das Spielfluss wird stark gebremst. Die beschleunigende Tickets, speziellen Gebäude und seltenen Materialien bieten letztlich die Option „Zeit sparen durch Geld“. Zum Glück ist die Freiheit beim Bauen und Ändern von Straßen noch fair, sodass auch rein kostenlose Spieler spielen können, allerdings muss man extrem geduldig sein.Ich gebe diesem Spiel in dieser Dimension keine besonders hohe Punktzahl, weil es das Gleichgewicht zwischen In-App-Käufen und dem Kern des Simulationsmanagements nicht wirklich gut hinbekommt; je weiter man kommt, desto mehr fühlt es sich wie ein Geduldsspiel an.
Was den sozialen Aspekt betrifft, sage ich es ganz direkt: Dieses Spiel hat im klassischen Sinne quasi keine soziale Interaktion. Es gibt zwar ein Bürgermeister-Ranking und ein Club-System, aber das Gefühl von Interaktion ist sehr schwach. Du kannst weder in die Städte anderer Spieler eindringen und Unfug treiben, noch ist es leicht, Kooperationsaktivitäten zu organisieren. Für mich ist es eher ein Singleplayer-Selbstbefriedigungs-Simulator. Wenn du drauf hoffst, Freunde einzuladen, gemeinsam Häuser zu bauen und Teams zu bilden, dann denkst du schlicht zu viel.
Wenn wir darüber reden, warum das Spiel überhaupt so populär wurde, gibt es eigentlich drei Kernpunkte: IP-Nostalgie, differenzierte Grafik und eine Lücke auf dem Mobile-Markt. Damals fehlte auf dem Markt ein starker Städtebau-Titel, und dieses Spiel kam genau zur richtigen Zeit. Gleichzeitig verlieh das starke Marketing von EA Universal dem Spiel eine Art Aura; Medienbewertungen und Nutzermeinungen zogen mit, und die Downloadzahlen wuchsen naturgemäß wie ein Schneeball.
Was den späteren Rückgang der Popularität betrifft, hängt das stark mit dem Betrieb und den Update-Rhythmen zusammen. Die Hauptstory war linear, die Events und Aktivitäten nur in der Form, nicht in der Substanz, und sobald die Anfangsnovität verlorenging, wurden die Spieler schnell müde. Außerdem wurde die Optimierung bei größeren Städten zunehmend problematisch; Frame-Drops und Überhitzung waren auf alten Handys fast abschreckend. Ehrlich gesagt, solche Simulations-Management-Spiele haben ohne langfristigen Betrieb schwer Chancen auf nachhaltigen Erfolg – egal wie stark der anfängliche Hype war.
Wenn ich es nach meinen Standards zusammenfassen müsste: Grafik 8 Punkte, Gameplay 6,5 Punkte, Monetarisierung 7 Punkte, aber zu wenig Tiefe, Social 5 Punkte, im Durchschnitt also etwa 7 Punkte. Für Spieler, die zum ersten Mal ein Simulations-Management-Mobilegame ausprobieren, ist dieses Werk definitiv einen Versuch wert; aber wenn du ein Hardcore-Bürgermeister bist, der großes und vollständiges Gameplay sucht, empfehle ich eher die klassischen Titel auf dem PC.
Abschließend sei gesagt: Es ist nicht völlig abgestorben, es gibt gelegentlich noch Events und neue Spielmechaniken. Als gelegentliches Spiel zum Zeitvertreib im Städtebau erfüllt es seinen Zweck immer noch. Nur ist die Entwicklung vom Hype-Zeitraum zur jetzigen stabilen Phase typisch hart in der Gaming-Welt: Populär zu sein ist schön, ein Rückgang normal.
So, das war jetzt ausschließlich mein persönliches Geplapper im Bereich emotionale Literatur. Wer zustimmt oder widersprechen möchte, kann gerne im Kommentarbereich mit mir diskutieren. Wir sehen uns im Forum. 😄