Fangen wir mit dem Fazit an. Als ein altbewährtes MMO kann die kürzlich erschienene Jubiläumsversion von „Expedition Mobile“ wirklich überzeugen. Ich habe es mit einigen Produkten derselben Kategorie verglichen, und die Vorteile sind ziemlich offensichtlich.
In Bezug auf Grafik/Technik: Ehrlich gesagt, es ist nicht wie dieses andere Fantasy-Spiel nebenan, das auf extreme Anime-Gesichtsanimationen setzt. Immerhin steht die 4.0-Engine zur Verfügung, und die ablaufenden Effekte funktionieren gut. Aber das Szenario-Design des Dungeons „Turm des Kaiserfalls“ ist wirklich clever. Die dunkel-düster-lavagelike Atmosphäre kombiniert mit Mechanik-Rätseln macht es viel interessanter als die Pseudo-Dungeons ähnlicher Spiele, bei denen man nur Material sammelnd herumsteht. Wenn du schon einmal das großprodukte, dreiseitige „Skin-Legend“ eines großen Herstellers gespielt hast, weißt du, was ich meine – diese Art, einfach Modelle dreimal zu vergrößern und es einen neuen Boss zu nennen, wollen wir hier nicht namentlich erwähnen.
Beim Gameplay hat mich besonders das Design „Erwachte Sechs-Sterne-BOSS Brandhimmel-Dämon“ beeindruckt. Man kann direkt in der Kaiserstadt Boss spawnen lassen, mit hoher Wahrscheinlichkeit fallen seltene Ausrüstungsgegenstände – das bedeutet, dass auch Gelegenheitsspieler durch Geduld looten können, im Gegensatz zu manchen Spielen, die alle Ressourcen in VIP-Dungeons sperren. Ich habe es extra fünf Tage statistisch getestet und ungefähr zwanzig Mal geschehen lassen, die Drop-Rate war realistisch und definitiv ehrlicher als bei dem Spiel „XX Journey to the West“ (monatliche Karte + Kampfpässe kostenpflichtig). Noch wichtiger ist, dass Bosskämpfe echte Positionierung und Zusammenarbeit der Klassen erfordern: Krieger ziehen Aggro, Magier greifen von hinten an und unterbrechen Skills – dieses Team-Feeling ist in ähnlichen automatisierten Mobile-MMOs fast ausgestorben.
Zum Bezahlmodell: Das Spiel gibt offiziell an, 0 Kosten zu haben, und in der Praxis können Free-to-Play-Spieler tatsächlich spielen. Im Shop werden hauptsächlich Skins und Komfortgegenstände verkauft, keine Werte. Im Vergleich zu einem ähnlichen „Archangel“-Skin-Spiel: Dort bekommst du beim ersten Kauf Flügel plus Angriffskraft, ohne mindestens VIP6 kommst du nicht mal in die Arena, wirklich absurd. Natürlich ist „Expedition Mobile“ auch nicht völlig ohne Monetarisierung, wie bei Verstärkungsstein-Paketen – man kann sie auch selbst farmen, nur dauert es eben länger. Ärgerlich ist nur, dass die Wahrscheinlichkeit etwas knifflig eingestellt ist: hochstufige Verstärkungen schlagen leicht fehl. Das muss kritisiert werden – meine +15-Waffe ist dreimal explodiert, bevor sie hochgestuft wurde, und mein Blutdruck wurde dadurch strapaziert.
Im sozialen Bereich ist das „Yuantong-System“ eine Überraschung. Andere Spiele implementieren Haustiere nur als Sammlungsgegenstände und für Kampfwerte, dieses kann jedoch ins Team gebracht werden, um Kombi-Angriffe auszuführen, und der Charakter hat interaktive Dialoge mit deinem Charakter. Im Welt-Chat habe ich gesehen, dass jemand sein gezogenen SSR-Yuantong zeigte, deren Illustrationen wirklich detailliert sind.Aber um mal fair zu sein: Die Ziehwahrscheinlichkeit ist für alle Nicht-Glückspilze nicht sehr freundlich. Ich habe erst nach sechzig Versuchen ein Lila bekommen, während ein Europäer vielleicht schon nach zehn Zügen fertig ist.
Das führt uns zum Vergleich mit ähnlichen Spielen. Auf dem Markt gibt es heute nur ein paar MMO-Muster: Entweder man geht den Weg von einem gewissen „Gans“-Spiel mit „soziales Grind + Auktionsgebühren“, oder man geht den Weg von einem gewissen „Yi“-Spiel mit „offene Welt + zufällige Attribut-Verfeinerung“. In „Expedition Mobile“ war es diesmal schlau, dass es den meiner Meinung nach stabilsten Weg des „langanhaltenden Servers“ gewählt hat: Wenn du keine Zeit zum Spielen hast, lässt du es laufen, wenn du Zeit hast, bildest du ein Team und rufst Leute, um den „Himmelsschmelzenden Dämon“ zu bekämpfen. Der Handel mit Ausrüstung ist frei, Reiche und Normalspieler können beide spielen und kämpfen, das ist wirklich der klassische MMO-Geschmack. Im Vergleich zu diesen Büro-Spielen, bei denen du drei Minuten nach dem Login der Gilde beitreten oder um acht Uhr abends an einem Gruppen-Event teilnehmen musst, ist es viel angenehmer.
Zum Schluss die Zusammenfassung mit Benotung:
Grafik: 7,5 Punkte (die Engine zieht etwas runter, aber der künstlerische Stil ist ansprechend)
Gameplay: 8,5 Punkte (BOSS-Design und Instanz-Mechaniken bringen wirklich Pluspunkte)
Pay-to-Win: 8 Punkte (kein Einstiegshindernis, aber Aufrüstungen kosten Geld, für Nicht-Vollzeit-Spieler vorsichtig)
Soziales: 8 Punkte (Gildensystem ist schwach, Einzelspieler dagegen freundlich)
Gesamt: 8 Punkte. Empfohlen für Nostalgiker, Spieler, die Zwangssozialisation in Mobile Games nicht mögen, sowie für Freunde, die genug von „Skin-Wechsel-Karten“ haben und eine echte nationale Kriegsatmosphäre suchen.
Einziger Kritikpunkt ist, dass der Bereichsname wirklich nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Ihr spielt doch dieses Spiel nicht gar nicht, oder…? Dann wird meine ernsthafte Bewertung im Selfie/Freunde-Bereich wohl untergehen? 🥲