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Kürzlich habe ich im Forum „Selfie & Freunde“ gesehen, dass jemand über dieses Spiel sprach. Ich klickte darauf und siehe da, das ist doch das alte Sniper-Mobile-Game „Codename Falcon“. Tatsächlich gibt es dieses Spiel schon eine Weile, ich habe es auf meinem Handy nie gelöscht. Heute nutze ich die Gelegenheit, es mit einigen ähnlichen Shooter-Mobile-Games auf dem Markt zu vergleichen und rational über sein tatsächliches Niveau zu sprechen.

Zuerst zur Grafik. Dieses Spiel setzt auf realistische 3D-Szenen und liegt in der Kategorie der Sniper-Mobile-Games im oberen Mittelfeld. Im Vergleich zu „Sniper Elite“ mit cineastischer Grafik ist es etwas schwächer, punktet aber durch flüssigen Ablauf, auch auf Mittel- bis Low-End-Handys läuft es gut. Außerdem decken die Missionsszenen verschiedene Städte ab, bei Tag und Nacht, Regen oder Nebel, und die Licht- und Schatteneffekte sind sorgfältig gemacht. Im Vergleich zum eher futuristischen Stil von „Shadow Gunner“ ist „Codename Falcon“ realistischer, und die Effekte von Kugeln, die Glas oder Wände zerbrechen, sind ziemlich eindrucksvoll. Die Grafik gebe ich 8 Punkte, Abzüge gibt es, weil einige Texturen aus der Nähe etwas verschwommen sind.

Nun zum Gameplay, das ist das größte Highlight und auch der umstrittenste Teil. Die Steuerung ist wirklich einfach: Wischen zum Zielen, Tippen zum Schießen, praktisch ohne Einstiegshürde. Aber die Levelgestaltung ist nicht einfach stupides Schießen: Viele Missionen erfordern, die Umgebung zu beobachten, den Schusswinkel zu wählen oder sogar zu warten, bis das Ziel in Position ist. Das unterscheidet das Spiel von rein reaktionsbasierten Spielen wie „Sniper Killer“; eher ist es ein „Sniper-Puzzle“-Spiel, das Köpfchen erfordert. Es gibt genügend Level, die Storyline ist vollständig – von Straßen der Stadt bis zu Hafenlagern, passend zu einer Polizei-Verbrecher-Geschichte, spielt es sich immersiv. Im Vergleich zu „Hitman: Sniper“, das freie Sandbox-Missionen bietet, ist „Codename Falcon“ linearer, die Ziele pro Level sind meistens festgelegt, der Wiederspielwert ist etwas geringer. Das Gameplay gebe ich 8,5 Punkte, Abzüge gibt es, weil der Schwierigkeitsgrad in späteren Levels stark ansteigt, und ohne Mikrotransaktionen sind die Waffen zu schwach, sodass man leicht stecken bleibt.

Weiterhin zum Thema Mikrotransaktionen: Das Spiel wirbt mit kostenlosem Download und tatsächlich kann man auch ohne Geld spielen, aber das Waffensystem ist eine Falle. Zu Beginn ist das Standard-Scharfschützengewehr schwach, im mittleren bis späten Spielabschnitt wird es merklich schwerfällig. Im Shop kosten bessere Waffen, Zubehör und Skins Gold oder Diamanten, Gold sammelt man langsam über Missionen, Diamanten bekommt man nur über Aufladen oder Werbung anschauen.Im direkten Vergleich mit ähnlichen Schießspielen für mobile Geräte liegt der Grad des Geldspielens in „Codename Falcon“ im oberen Mittelfeld. Es ist etwas freundlicher als „Modern Sniper“, das quasi auf Abzocke ausgelegt ist, aber deutlich „teurer“ als ein echtes Free-to-Play-Spiel wie „Sniper Duel“. Zum Glück verkauft es keine Attributstränke, es geht rein um Waffen-Überlegenheit, und erfahrene Spieler können den Unterschied noch ein Stück weit durch Skill ausgleichen. Wer jedoch alles sammeln möchte, muss definitiv tief in die Tasche greifen. Die Bewertung für Mikrotransaktionen liegt bei 6,5 von 10 Punkten. Für Spieler, die ohne Geld auszugeben alles freischalten möchten, ist es nicht empfehlenswert; vernünftiges, zurückhaltendes Ausgeben reicht völlig aus.

Was den sozialen Aspekt betrifft, ist dieses Spiel nahezu gleich Null. Es gibt kein Freundesystem, keinen Team-Modus und keine Gildenkämpfe. Der einzige Punkt der Interaktion mit anderen Spielern ist die Weltrangliste. Verglichen mit stark sozialen Schießspielen wie „Peace Elite“ ist es im Grunde ein Singleplayer-Titel. Für Spieler, die ruhiges Scharfschützenspiel mögen, ist dies jedoch ein Vorteil: Man muss sich keine Sorgen machen, von Teamkollegen behindert zu werden, und auch keine Angst vor PVP und echten Gegnern haben. Man kann jederzeit eine Runde spielen. Für den sozialen Aspekt gebe ich 4 Punkte; es eignet sich für introvertierte Spieler, aber nicht für Leute, die im Spiel Freunde finden wollen.

Abschließend fassen wir die Vor- und Nachteile zusammen:
Vorteile: hohe grafische Realitätsnähe, einfache Bedienung, strategisches Level-Design, rundes Singleplayer-Erlebnis, angenehm für kurze Spielrunden zwischendurch. Nachteile: teure Waffen im späteren Verlauf, fehlende soziale Funktionen, eingeschränkter Wiederspielwert, und es mangelt an innovativen Mechanismen im Vergleich zu den besten ähnlichen Titeln.

Im Gesamtergebnis gebe ich 7,5 Punkte. Wer taktische Scharfschützen-Themen mag und nichts gegen Singleplayer-Spiel hat, sollte es herunterladen und ausprobieren. Wer jedoch auf Mehrspieler-Duell oder faire Wettbewerbe aus ist, ist hier nicht richtig.

Ach ja, ist es nicht etwas fehl am Platz, das im Selfie-Dating-Forum zu posten? Aber in der Spielewelt gibt es ein Sprichwort: Einen Partner zu finden ist weniger wichtig, als sich den Kopf des Feindes zu schnappen, oder? 😏