
Ich erinnere mich noch, wie ich in der Oberstufe das Geld fürs Frühstück gespart habe, nur um eine GBA-Karte zu kaufen. Damals gab es noch nicht so viele bunte mobile Spiele wie heute. Eine kleine Spielkarte und ein beleuchteter Bildschirm reichten aus, um mich von der Nachmittags- bis zur Schlafenszeit im Wohnheim wachzuhalten. Das Thema „Drei Königreiche“ mochte ich besonders – von „Tenchi wo Kurau“ bis „Romance of the Three Kingdoms“ – jede Stadtbelagerung, jede Rekrutierung eines Generals ließ mein Blut mehrere Tage lang kochen.
Heute möchte ich mit euch über das Handyspiel „Three Kingdoms: Grand Lord“ sprechen. Am Anfang habe ich mich geweigert, es zu spielen, schließlich gibt es in den letzten Jahren zu viele mobile Spiele, die das „Drei Königreiche“-Label tragen – im Grunde alles nur neue Designs, Pay-to-Win und auto-Kämpfe, man kann überhaupt nicht das echte Gefühl erleben, eine ganze Stadt eigenhändig zu managen. Aber mit der Einstellung, es mal auszuprobieren, habe ich ein Wochenende gespielt und – hey – es war tatsächlich fesselnd, meine Jugend kam mir wieder vor Augen. 🏯
„Three Kingdoms: Grand Lord“ nutzt einen Q-Stil-Grafikstil. Auf den ersten Blick erinnert es ein wenig an das damalige „Super Robot Wars“ auf der GBA, mit dem niedlichen Look kleiner Figuren im Krieg, aber im Kern handelt es sich um ernsthafte Sandbox-Strategie. Es ist nicht dieses gedankenlose Level-Durchspielen, sondern wirklich, dass man als Fürst beginnt, von einem kleinen Stück Land an Bau, Farmen, Truppenrekrutierung, Häuserbau – Schritt für Schritt die leeren Städte entwickelt. Ich erinnere mich noch, als ich zum ersten Mal die Stadtmauer auf das maximale Level aufgerüstet habe – dieses Gefühl von Erfolg war fast so aufregend wie damals, als ich auf der PSP endlich ein bestimmtes Szenario von „Romance of the Three Kingdoms VII“ abgeschlossen habe.
Am meisten überrascht hat mich das Kartenlayout – alle dreizehn Provinzen sind offen; man geht nicht nur auf einer Linie vor, sondern es ist wirklich so wie damals „Romance of the Three Kingdoms DS“ auf dem NDS: die Machtbereiche der Fürsten überlappen, man kann Allianzen oder Handel mit benachbarten Städten schließen oder in der Nacht einen Überraschungsangriff starten. Einmal bin ich mitten in der Nacht aufgestanden, um die Ressourcensäle der benachbarten Allianz zu stehlen, und wurde damals prompt von ihnen überfallen – dieses Herzklopfen ließ mich kurzzeitig wieder wie der Jungendliche fühlen, der heimlich unter der Decke SP-Tasten drückte und Angst hatte, von seinen Eltern erwischt zu werden. 🌙
Natürlich gibt es Unterschiede zwischen der mobilen Version und der Original-Handheldversion. Zum Beispiel kann man jetzt „Three Kingdoms: Grand Lord“ jederzeit und überall spielen, ohne die Karte einlegen und den Ladebildschirm abwarten zu müssen. Was ich noch merkwürdiger finde, ist, dass die alten 2D-Figuren aus „Heroes of the Three Kingdoms“ nun alle in Q-Stil-Figuren verwandelt wurden – sie wirken weniger realistisch und schwer, aber dafür umso leichter und witziger.Und das heutige System zur Ausbildung von Generälen ist noch komplexer, mit Bindungen, Schicksalsverbindungen und exklusiver Ausrüstung. Um ehrlich zu sein, war ich anfangs wirklich ein bisschen verwirrt. Aber wenn man genau darüber nachdenkt, ist es im Grunde nur ein System, das die damals in unserem Kopf ausgemalten Fantasien wie „Was wäre, wenn Zhao Yun die Strategiefertigkeit von Zhuge Liang nutzen würde?“ in die Realität umsetzt. Haha, ziemlich interessant. 🤔
Ich frage mich, ob die alten Freunde, mit denen wir damals im Koop-Modus „GBA Three Kingdoms“ gespielt haben, heute noch spielen. Wenn ihr euch auch „Three Kingdoms: Grand Lord“ holt, könnten wir vielleicht wieder wie früher zusammen spielen – ich bringe die Kavallerie, du die Bogentürme, und wir zwei sitzen vor dem Bildschirm und studieren die Anordnung der Felder? Heutzutage ist es auf dem Handy viel einfacher, man braucht kein Verbindungskabel mehr. Aber diese Zeit, in der wir uns wegen eines Befehls für einen General gegenseitig angezettelt haben, existiert wohl wirklich nur noch auf der alten Spielmodul-Kassette.
Kurz gesagt, wenn du auch ein nostalgischer Fan strategischer Drei-Könige-Spiele bist und genug von diesen automatischen Kampfspielen hast, bei denen man nur auf ‚Automatisch‘ klickt, solltest du dieses ‚Three Kingdoms: Grand Lord‘ ausprobieren. Es hat vielleicht nicht die grobkörnige Pixel-Ästhetik der alten Handheld-Spiele, aber dieses Gefühl, selbst die Kontrolle zu haben und strategisch zu denken, lässt mich in meinen kleinen Pausen wieder die Ernsthaftigkeit und Leidenschaft meiner Jugend spüren. Diesmal muss ich mich nicht unter die Decke verstecken, aber die Jugend ist wirklich zurückgekehrt. 🍂
(Kleines leises Nachfragen zum Schluss: Gibt es heute noch Leute, die das Handy im 45-Grad-Winkel halten, nur um das Gesicht eines kleinen Soldaten klar zu sehen? Haha, ich fange an – das bin ich.)