Zuerst das Fazit vorweg: Dieses Spiel ist kein AAA-Meisterwerk, das einen auf den ersten Blick umhaut, aber im Unterkategorie-Bereich „Roboterautos/Tierverwandlung“ hat es tatsächlich einiges zu bieten. Ich habe es mit einigen beliebten Spielen derselben Art auf dem Markt verglichen, darunter der Comic-Stil-Titel „Metal Beasts“, das leicht zu steuernde „Transforming Tanks“ und das stark auf Mikrotransaktionen ausgelegte „Mech Rampage“ und festgestellt, dass seine Positionierung sehr fein abgestimmt ist. Zuerst zum Grafikbereich. Ehrlich gesagt wirkt die Detailgenauigkeit der Modelle beim ersten Betreten des Spiels etwa eine Stufe schlechter als bei „Metal Beasts“, besonders die Übergangsanimationen beim Roboter-Transformationen haben deutliche Frame-Drops. Aber die Mech-Designs sind ziemlich wild, die Reißzähne und mechanischen Gelenke in der Tiger-Form sind sehr beeindruckend, und der Schwanz bewegt sich beim Laufen physikalisch realistisch. Im Vergleich zum kindlich-entzückenden Stil von „Transforming Tanks“ verfolgt dieses Spiel einen harten, realistischen Ansatz, was für Männer sofort ansprechend wirkt. Wenn man allerdings Texturen im PS2-Stil akzeptieren kann, kann man gerade noch so ein leicht überdurchschnittliches Lob geben.
Beim Gameplay ist es eher eine „Hybridform“. Im Kampf handelt es sich um normales Top-Down-Shooting, aber es gibt Nahkampfstöße, mit denen man gegnerische Kugeln wie ein wildes Tier abwehren kann. Damit ist es deutlich unterhaltsamer als „Metal Beasts“, das nur simples Schießen im Stillstand bietet. Und im Fahrmodus kann man sogar driften – die Steuerung fühlt sich zwar klebrig an, aber im Vergleich zu „Transforming Tanks“ mit seiner Bumper-Car-Steuerung ist das ein deutlicher Fortschritt. Der größte Highlight ist das Gnadenlos-Moment bei der Transformation, das während des Wechsels kurzzeitig Unverwundbarkeit gewährt; richtig eingesetzt kann man so die Spezialattacken eines Bosses vermeiden. In dieser Art Spiel gilt das als ziemlich hardcore-Mechanik, also kein hirnloses Bildschirm-Tappen.
Kommen wir dann zum wichtigsten Punkt: das Kampferlebnis. Da es keine Ausdauerbegrenzung gibt, habe ich drei Stunden am Stück gespielt, ohne jemals eine künstliche Ausblaufwand-Grenze zu spüren. Im Vergleich zu „Mech Rampage“, das nach drei Runden entweder den Kauf von Ausdauer oder Werbung erfordert, ist „Super Thunder“ wie eine frische Brise. Außerdem sind die während der Levels fallenden Bauteile und Coins recht großzügig, im späteren Spiel kann man seine Waffenmodule selbst zusammenstellen, was deutlich mehr Freiheit bietet als die Pseudo-Sandbox-Spiele, die nur Zahlenwerte upgraden lassen.
Aber lasst euch nicht vom Titel „Thunder Edition“ täuschen: Im Kern ist das Spiel immer noch ein einzelspielerorientiertes Levelsystem. Das angebliche „Online-Spiel“ bedeutet nur, sich einzuloggen, um Belohnungen zu erhalten. Wenn man nach Multiplayer-Kämpfen oder Map-übergreifendem Herumprügeln sucht, sollte man besser direkt zu „Mech Rampage“ gehen.Aber wenn du ein Einzelspieler bist, der gerne stillschweigend Komponenten sammelt und die optimale Ausrüstung erforscht, kann dich dieses Spiel so sehr packen, dass du die Zeit vergisst. Was Mikrotransaktionen angeht, ist es derzeit kostenlos herunterladbar, der Shop verkauft nur Skins und Lackierungen, keine attributiven Gegenstände. Ich habe es mit dem gleichzeitig erschienenen ‚Metal Beasts‘ verglichen, wo Schwerter und Rüstungen in Fragmente zerlegt werden, die man ziehen muss – ohne Geld auszugeben musst du drei Monate tägliche Aufgaben spielen. Im ‚Super Thunder‘ hingegen stammen alle Kernteile nur von Level-Drops und dem Zersetzungssystem, theoretisch kann man alles ohne Ausgaben sammeln, es ist nur eine Frage der Zeit. Das muss man positiv hervorheben. Das Sozialsystem ist quasi nicht vorhanden, es gibt nur ein belangloses weltweites Chatfenster, doch niemand spricht, alles sind Bots, die den Bildschirm fluten. Ehrlich gesagt, bei einem Spiel, bei dem der Schwerpunkt auf Mech-Modifikationen und Leveldurchlauf liegt, ist soziale Interaktion völlig egal. Im Vergleich dazu zwingt das System in ‚Transforming Tanks‘ dazu, einem Team beizutreten, um gemeinsame Instanzen zu spielen, was eher ermüdend ist. Zum Schluss einige Kritikpunkte. Die Speicherlogik ist sehr verwirrend, wenn man das Spiel lange in den Hintergrund legt, kann der Fortschritt im aktuellen Level verloren gehen. Außerdem tauchen gelegentlich Anzeigen auf, es gibt kein Stummschalt-Symbol, man kann sie aber schließen, nachdem man das Spiel kurz verlassen und zurückgekehrt ist, das ist noch erträglich. Außerdem ist die Sprachausgabe die standardisierteste AI-Stimme, die ich je gehört habe, ‚Polizeiauto transformieren!‘ wird wie aus einem erstickten Plastiklautsprecher gesprochen, ich empfehle, es einfach stumm zu schalten und die Hintergrundmusik zu hören. Zusammenfassend. Ich gebe ‚Super Thunder (Thunder Edition)‘ 7,5 Punkte. Grafik zieht Punkte ab, Spielgefühl gibt Punkte, freundlich für Spieler ohne Mikrotransaktionen, aber es fehlt an echter Mehrspielerinteraktion. Im direkten Vergleich punktet es bei ‚Großzügigkeit im Spielinhalt‘ und ‚kein Zwang zu Ausgaben‘, verliert aber in Bezug auf technische Umsetzung und einige rohe Details. Wenn du ein Fan von Mech-Monster-Themen bist und alte Modellierung akzeptieren kannst, ist es definitiv viel besser als diese Aufklaub-/Automatikkampf-'Fake-Transformers'-Spiele. Ohne Übertreibung oder Bashing, die dreißig Yuan, nein, das kostenlose Spiel, ist den Preis wert.