
Ehrlich gesagt tauche ich schon seit ein paar Jahren im „Happy Paradise“ auf, heute melde ich mich mal kurz zu Wort, hauptsächlich weil ich kürzlich ein Handyspiel namens „Römisches Reich“ heruntergeladen habe. Nach einer Woche Spielen kam ich plötzlich ins Nachdenken und wollte mit ein paar alten Kumpels darüber reden, wie sich Handyspiele in den letzten Jahren entwickelt haben. Ohne zu loben oder zu kritisieren, einfach ein bisschen Geplänkel von uns alten Spielern.
Damals in der Ära der Symbian-Handys, spielte man auf dem Handy-Emulator „Age of Empires“, konnte mit dem Stylus Stück für Stück Felder bestellen und Truppen ausheben. Damals gab es weder Grafik, noch Mikrotransaktionen, noch Server – es galt als Meisterwerk, wenn es einfach nur startete und nicht abstürzte. Später kamen Smartphones auf, und die ersten Handyspiele waren eine Welle von Angry Birds und Fruit Ninja, leicht und casual. Darauf folgten Karteispiele und Spiele wie DotA Legends. Später … wow, Strategiespiele haben sich komplett verändert. Heute, wenn man den App-Store öffnet, ist der Bildschirm voller "Tausend Spieler gleichzeitig" oder "Massenschlachten von Zehntausenden". Aber die meisten Spiele sind bloß umgestaltete Versionen, mit automatischem Wegfindungssystem, automatischem Kampf, VIP15 und Aufladepop-ups. Nach drei Tagen fühlt es sich an wie zur Arbeit zu gehen.
Also als ich diesmal auf "Das Römische Reich" gestoßen bin, war meine erste Reaktion eigentlich: "Schon wieder ein Geldmach-Spiel." Schließlich ist der Entwickler eine mir nicht so vertraute Firma, aus Shangrao, und das Bezahlmodell steht auf 0, also kostenloser Download. Aber ich habe es mit einer 'mal schauen'-Einstellung gespielt, und ehrlich gesagt, war ich ein wenig überrascht.
Was mich an diesem Spiel am meisten berührt, sind die vier Worte „Age of Empires“. Es geht nicht um das Ausnutzen einer IP, es vermittelt wirklich das Gefühl vom alten Age of Empires: Stadtbau, Truppenaufstellung und Technologie-Upgrade. Natürlich kann die Grafik niemals mit der PC-Version mithalten, aber das Erfolgserlebnis, sein kleines Dorf Schritt für Schritt zu einer Stadt zu entwickeln, kommt tatsächlich ein kleines Stück zurück. Besonders beim Erobern von Städten: Die Aufstellung der Truppen ist nicht einfach nur Masse, man muss überlegt Schildträger in der Front, Bogenschützen für den Schaden, Reiter für den Flankenangriff einsetzen – genau dieses Gefühl stimmt.
Sprechen wir nun über den aktuellen Trend: Strategie-Handyspiele haben sich eigentlich längst von "Einzelspieler-Farmspielen" zu "Multiplayer-Sozialspielen + Echtzeit-Kämpfen" entwickelt. Wenn du keinen Gilden beitrittst und keine Sprachchat nutzt, kommst du einfach nicht weiter. In dieser Hinsicht hat "Rom Imperium" den Trend aufgegriffen: Echtzeit-Sprachchat, serverübergreifende Teamkämpfe, nationale Kriege mit zehntausenden Spielern, die ganze Karte ist voller lebender Spieler. Ich dachte nur, früher haben wir allein "Age of Empires" gespielt, wenn wir gegen den Computer verloren haben, haben wir einfach draufgehauen; jetzt bildet man ein Team mit mehreren Leuten, und mitten in der Nacht hört man den Kommandanten rufen: "Linke Seite, Turm stehlen!". Diese Veränderung kann man nicht wirklich als gut oder schlecht bezeichnen, aber es ist definitiv lebendiger und auch anstrengender geworden. Früher spielte man Spiele zur Entspannung, jetzt spielt man einen Nationenkrieg, fast wie zur Arbeit zu gehen – wenn man sich freinehmen muss, könnte man vielleicht aus der Gilde geflogen werden 😅.
Aber um ehrlich zu sein, hat sich das Mobile-Gaming bis heute so weit entwickelt, dass die Genres extrem fein unterteilt sind. Willst du reine Entspannung, gibt es Hack-and-Slash und Fusionen; magst du es hart, gibt es Soulslike und Auto-Chess. Aber diejenige Gruppe dazwischen, die nostalgisch ist und alte Träume wiedererleben möchte, die "alten Leute", befindet sich eher in einer etwas peinlichen Lage. Will man nur automatisch Ressourcen sammeln, fühlt es sich zu künstlich an; will man ernsthaft spielen, hat man nicht so viel kontinuierliche Zeit. Das Gute an „Römisches Reich“ ist gerade ein „Klick, um sofort auszurüsten“ und „überall und jederzeit“ – nicht eine Art Browser-Spiel, bei dem man stundenlang online sein muss. Man loggt sich gelegentlich ein, um Ressourcen zu sammeln, stellt Aufstellungen auf, und spielt abends zu festen Zeiten in Gruppenkämpfen; das Tempo liegt damit im Rahmen dessen, was Menschen mittleren Alters noch bewältigen können.
Natürlich, ohne zu übertreiben oder schlecht zu reden, hat das Spiel auch seine Mängel. Zum Beispiel beim kostenlosen Herunterladen gibt es nach wie vor In-Game-Käufe, und wenn du in den Ranglisten aufsteigen willst, kann man die großen Spender nicht aufhalten. Aber meiner Meinung nach ist der schlimmste Trend bei Handyspielen heutzutage, dass Spieler, die kein Geld ausgeben, zu ‚Erlebnisgegenständen‘ gemacht werden. Zum Glück können normale Spieler in ‚Römisches Reich‘ noch ein bisschen an Ressourcen farmen, und wenn die Formation kreativ genug ist, kann man auch Ressourcen stehlen oder Guerilla-Kämpfe führen und dennoch über die Runden kommen. Zumindest ich, als Wenigzahler, wurde bisher nicht abgeschreckt.
Zum Schluss ein bisschen Nostalgie. Ich erinnere mich noch daran, früher auf dem PC mit Klassenkameraden Age of Empires über LAN zu spielen. Damals gab es kaum Serverübergreifendes Spielen, man griff sich einfach im lokalen Netzwerk gegenseitig an, und wer verlor, musste die scharfen Streifen (Snacks) bezahlen. Heute gibt es Serverübergreifendes Spielen, man kann gegen Leute aus dem ganzen Land oder sogar der ganzen Welt spielen, aber diese Freude, sich beim Spielen gegenüberzusitzen und zu rufen 'Verdammt, du schickst Kavallerie, um mein Haus anzugreifen!', ist zu einem 'Alle Befehle ausführen' geworden, wo die Stimme mit Stromgeräuschen überlagert ist. Man kann nicht sagen, was besser ist, man kann nur sagen, dass die Zeiten sich geändert haben.
Aber wenn du auch ein Strategiespiel suchst, in dem man sowohl Farmen betreiben, kämpfen als auch mit anderen prahlen kann, könntest du einmal ‚Römisches Reich‘ ausprobieren. Es ist sowieso kostenlos, also kannst du das Gefühl der ‚eisernen Hufe auf dem Vormarsch‘ erleben oder einfach beruhigt als fauler Farmer spielen, beides sind Optionen. Wenn es dir Spaß macht, spiel, wenn nicht, lösche es einfach. In unserem Alter müssen wir uns nicht mehr von Spielen gefangen nehmen lassen. Wichtig ist, dass man Spaß hat.
So, ich bin weg. Nächstes Mal rede ich mit euch allen über die kürzliche Portierung des Konsolenspiels auf das Handy. 😄