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Es ist eigentlich ganz passend, dass es in diesem Forum gepostet wird. Der Reiz von Selfies und Socializing liegt darin, dass man mit seinen eigenen Kreationen andere anzieht, und das Spiel vermittelt einem beim ersten Spielen ein ähnliches Gefühl. Man zieht verschiedene farbige Dekorationen einfach auf die Figur, ein Beat mit starkem Rhythmus entsteht, so einfach, als würde man der kleinen Figur Kleidung anziehen. Als ich dort die Animationsbelohnungen freischaltete, hatte ich wirklich das Gefühl „Ich bin ein kleines musikalisches Genie“. Dazu kommt, dass das Spiel kostenlos heruntergeladen werden kann und keine Mikrotransaktionen erfordert. Früher versammelte sich schnell eine Gruppe im Forum, um ihre selbstgemixten Tracks zu teilen, von Hip-Hop bis zu brasilianischen Klängen, man kann neun verschiedene Stile ausprobieren, und die visuelle Umsetzung ist super mitreißend. Die Logik, warum es so populär wurde, ist sehr einfach: extrem einfache Bedienung, visuell ansprechend und der Drang zu teilen wird direkt ausgelöst – diese drei Punkte bilden die Grundlage für den kurzfristigen Erfolg.
Aber es wird auch sehr schnell kalt, das Problem ist ebenso deutlich.
Zuerst über die Tiefe des Gameplays. Im Wesentlichen besteht es darin, voreingestellte Klangmodule zu einem Drag-and-Drop-Collage-System zu machen, was sehr viel Freiheit beim Hören bietet. Sobald man die Regeln verstanden hat, zieht man im Grunde immer die gleichen festen Schleifen hin und her. Das sogenannte „Musik nach deinen Vorstellungen mischen“ ist eigentlich eher wie die Auswahl der Füllung für Teigtaschen aus einer vorgegebenen Bibliothek. Ich habe etwa drei Tage damit gespielt und wollte dann nicht mehr weitermachen, weil es keinen wirklich kreativen Freiraum gibt, zum Beispiel eigene Samples aufzunehmen, keinen Sequenzer und auch keinen Rekonstruktionsmechanismus zur Interaktion mit dem Werk. Das Freischalten von Animationen ist positives Feedback, aber die Animationsbelohnungen sind begrenzt; sobald man alles gesehen hat, kann das rein performative „Ergebnis“ nicht mehr überzeugen.
Noch einmal über Inhaltsaktualisierung und langfristigen Betrieb. Der Entwickler Hainan Xingkong Tiandong Technology hat nach der Veröffentlichung praktisch keine groß angelegten Versionsupdates durchgeführt. Neun Stilversionen hören sich zwar nach viel an, aber UI und Gameplay-Grundlogik sind völlig dieselben, was im Grunde nur ein Austausch von Oberflächen und Songauswahl bedeutet. Auf sozialer Ebene ist praktisch nichts vorhanden: keine gemeinsamen Auftritte mit Freunden, keine Wettkampfpunkte und erst recht keine Text-/Noten-Community. Selbst wenn Spieler ihre eigenen Beats machen, können sie keine vergleichbaren Tag-Dateien oder Leistungssätze erhalten. Sie können weder langfristig im sozialen Umfeld „ein Image aufbauen“, noch erhalten sie kontinuierlich neue Inhalte; die Bindung der Spieler geht daher langsam gegen null. Leute in diesem Bereich sollten das nachempfinden können – Selfies machen Spaß, wenn jemand gefällt oder interagiert, vor dem Spiegel allein Posen zu machen, wird nach wenigen Tagen langweilig.
Um fair zu sein, macht es niemandem Schwierigkeiten und ist ein guter Vertreter für "unterhaltungsfreie Unterhaltung". Die Tatsache, dass es kostenlos ist und keine In-App-Käufe hat, ist in Bezug auf die heimischen Spiele jener Zeit selten. Rückblickend betrachtet ist es eher als eine funktionierende "Demo" gelungen und nicht als ausgereiftes Produkt. Es ist wie in die Karaoke-Bar zu gehen: Du kannst Spaß am Singen haben, aber du würdest die Tonspur eines Stars nicht mit nach Hause nehmen, um sie zu analysieren. Das Problem liegt nicht daran, dass das Musikgenre selbst begrenzt ist, sondern daran, dass das Gameplay-Feedback nur in der "Operationsphase" verbleibt und nicht in die "Kreativphase" und "Beziehungsphase" übergeht. Die Grafik wirkt durch nostalgische Filter zwar charakteristisch, mit sauberen, klaren Neonfarben und Hip-Hop-Figurenanimationen ohne billiges Gefühl; aber zur Zeit von Geräten der Version 5.0 war sie nicht erstklassig, und später konnte sie dem allgemeinen visuellen Upgrade im mobilen Bereich überhaupt nicht mehr folgen.
Mit meiner gewohnten Vier-Dimensionen-Analyse: Die Grafik bekommt 7 Punkte, der Stil ist markant, aber die Details sind dünn; das Gameplay nur 5,5 Punkte, zu Beginn Wow-Effekt, danach schnell langweilig; der Monetarisierungsaspekt ist dagegen fair, komplett kostenlos ohne Kostenfallen; Social-Aspekte fallen durch, fast keine Interaktionsgestaltung. Insgesamt kommt der Hype von der geschickten Positionierung und dem frühen Mangel an hochwertigen Inhalten, fällt jedoch ab, weil er in seiner selbstgesetzten Komfortzone stagniert und die Begeisterung der Spieler nicht in nachhaltige, wiederholbare Inhaltserstellung umwandeln konnte.
Wenn es damals ‚Mit einem Klick Werke in die Community hochladen und Dekorationskomponenten tauschen‘, ‚Beliebte Rhythmus-Chart-Themen-Challenges‘ oder ‚Gemeinsames Stapeln von Musikspuren im Mehrspielermodus‘ hinzugefügt hätte, wäre es vielleicht heute wieder eine eigene Storyline. Leider gibt es kein ‚wenn‘. Die Lehren, die solche Spiele hinterlassen, gelten eigentlich auch für den Bereich Selfies und Social Networking: Was Menschen langfristig hält, ist immer die Frage, ob du eine kontinuierlich frische zwischenmenschliche Bühne bieten kannst, nicht ein einmal gespieltes, abgeschlossenes Spielzeug.
Als Tester werde ich es nicht zu einem Meisterwerk hochtun, es ist auch nicht wirklich schlecht, aber es hat mich daran erinnert: Leichte Casual-Spiele müssen mit Inhaltsaktualisierungen und Nutzer-UGC verbunden sein, sonst wird aus „In wenigen Schritten zum Meister“ am Ende nur „In wenigen Schritten alles wieder vergessen“.🎮👋