
Gerade vom Schlachtfeld zurückgekehrt, die Finger zittern noch. Nicht weil ich mich übers Gewinnen gefreut habe, sondern weil das Bediengefühl so ärgerlich war, dass mein Teenager-Ich wieder ausgebrochen ist. Zuerst das Fazit: Dieses Spiel würde ich tatsächlich weiterhin denjenigen empfehlen, die wie ich die Grafikstil-Fraktion mögen, besonders Otakus, die Pixelgrafik mit einem Hauch von Anime-Geschmack mögen. Kostenlos, Shanghai Shimu Information Technology Co., Ltd., läuft auf Plattform 5.0, die man hat, kann man es spielen – was will man mehr.
Aber ich muss jetzt mal meckern. Ich bin ursprünglich wegen des Covers und der Waffenicons gekommen: AK47, M4, Scharfschützengewehr, Sturmgewehr, Pixelwaffe, Maschinenpistole, Schrotflinte... sobald die Namen aufgelistet wurden, hat mein Gehirn automatisch an Gun-Girls gedacht, okay! Doch dann ins Spiel rein, Sprung in die Insel des Todes, unbewaffnet, überall nur zum Aufsammeln von Waffen. In meiner Vorstellung sollte man selbst wenn man als Kiste landet noch cool aussehen, in Wirklichkeit lande ich als Kiste und die Kiste ist noch pixelig. Wo ist mein Charakterbild? Wo ist meine Synchro? Selbst ein einfacher Satz wie „Commander, bitte überlebe“ wäre okay! Nichts, nur Kugeln, die mir um die Ohren pfeifen, als würden sie mich auslachen, diesen Anime-geprägten Kopf von mir. 😭
Das Spielprinzip entspricht dem Standard-Battle-Royale: Abspringen, Ausrüstung sammeln, den Spielbereich verkleinern, Gegner ausschalten und als letzter Überlebender übrig bleiben. Klingt erstmal gut, aber das Spielgefühl ist wirklich sehr eigenartig. Schießen fühlt sich an, als würde man dem Gegner eine Massage geben, das Treffer-Feedback ist ganz leicht, ich ziele doch genau, aber die Kugeln scheinen ihren eigenen Willen zu haben. Und diese Pixelpistole, am Anfang dachte ich, sie sei ein Gag-Waffe, aber sie ist wirklich eine Pixelpistole, beim Schießen fliegen überall Pixel durchs Bild, die Gegner sterben nicht, ich wurde zuerst schwindelig. 🤡
Aber mal ehrlich, wenn du wie ich jemand bist, dem ein schlechtes Kampfsystem egal ist, solange die Charakter-Illustrationen schön sind und man es verzeihen kann, dann kann man mit diesem Spiel trotzdem seinen Spaß haben. Die Szenen auf der Insel haben ein bisschen den Look von einer postapokalyptischen Pixelwelt, die Waffen-Icons sind ziemlich charakteristisch, und gelegentlich Screenshots als Memes zu verwenden, macht auch Spaß. Es ist schließlich ein kostenloses Spiel, man kann es einfach als eine Art Tour auf der Insel genießen. Nur erwarte nicht wie ich ein Star-Sprecherteam oder eine tiefgründige Handlung, dieses Spiel hat überhaupt nicht die Absicht, deine Jugendlichkeitskrankheit zu heilen, es möchte nur, dass du auf der Insel des Todes immer wieder stirbst.
Empfehlungsindex: Für Fans des Zeichenstils dreieinhalb Sterne, für Fans des Gameplays ein Stern, für Stimmenliebhaber null Sterne. Wer einmal das Gefühl von 'großartiges Glück, heute Abend Chicken Dinner' erleben möchte, kann es damit befriedigen, aber es wird empfohlen, die Erwartungen auf das Niveau eines Pixel-Mini-Spiels zu setzen. Schließlich will ich doch der Chicken-Dinner-König werden, wie könnte ich da vom Spielgefühl besiegt werden! Beim nächsten Fallschirmsprung werde ich zuerst nach einem Scharfschützengewehr suchen und dann in einem Grasbüschel bis zum Finale ausharren. ✨